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Der Problemfall Bockumer Badezentrum

Der Problemfall Bockumer Badezentrum
FOTO: Stadt Krefeld
Krefeld. Die Sperrung des Bockumer Badezentrums bereitet Breitensportlern und Vereinen große Sorgen.
 
Von Jörg Zellen

"Wir müssen irgendwie überleben", sagt Julia Vogel, kommissarische Vorsitzende der Schwimm-Vereinigung Krefeld 1972, mit Blick auf die aktuelle Sperrung des Bockumer Badezentrums und ergänzt. "Die Belastungen ziehen sich durch den ganzen Verein." 

Seit dem 7. Dezember ist das Schwimmbad, mit 1200 Quadratmetern Wasserfläche Krefelds größtes Bad, geschlossen. Grund sind erhöhte Legionellen-Werte. Die Stadtverwaltung arbeitet mit Volldampf an einer Lösung.

Erst wenn der Fachbereich Gesundheit dauerhafte Keimfreiheit bescheinige, werde das Bad wieder eröffnet, heißt es seitens der Verwaltung. "Einen fixen Termin für die Wiedereröffnung können wir aktuell nicht bekanntgeben, das wäre auch nicht seriös. Bis dahin müssen alle zusammenrücken", sagt Fachbereichsleiter Oliver Klostermann.

"Die Vereine versuchen sich untereinander zu helfen", berichtet Julia Vogel. "Aber keiner von uns kann zusätzliche Zeiten zaubern." Die SVK musste bereits ein Bundesliga-Spiel ihrer Wasserball-Mannschaft verlegen. Zusätzliche Trainingszeiten, beispielsweise in Neuss, würden "das Sechsfache von dem, was wir in Krefeld zahlen, kosten". "Wo trainieren wir heute, wer rettet uns morgen", laute schon das Motto der Spieler. 

Das Badezentrum steht im Fokus der Sportstättenkommission. Bis Ende März wird ein Gutachten erwartet, das Basis für die weitere fachliche Diskussion sein wird. Sportdezernent Markus Schön: "Der aktuelle Zustand ist nicht länger tragbar. Mit dem Gutachten haben wir dann etwas in der Hand, das uns den Weg weisen kann."