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Der Krefelder Zoo im Visier der Einbrecher

Der Krefelder Zoo im Visier der Einbrecher
Von der Zoobrücke aus gelangen immer wieder Eindringlinge in den Krefelder Tierpark. FOTO: JZ
Krefeld. Der Krefelder Zoo wird immer häufiger Opfer von Einbrüchen, Einbruchsversuchen sowie von Vandalismus: In den vergangenen beiden Jahren verzeichnete der Tierpark mehr als 20 solcher Taten. In der Christi Himmelfahrt-Nacht plünderten unbekannte Täter die Spenden-trichter im Affen- und Elefantenhaus. Von Jörg Zellen



Tatort Zoo: Zerstörte Papierkörbe, eingeschlagene Scheiben, entwendetes Geld, Tierklau. Der Krefelder Tierpark ist verstärkt ins Visier von Einbrechern und Vandalen geraten. In den vergangenen beiden Jahren, dies bestätigte Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen auf Nachfrage des Extra-Tipp, habe es mehr als 20 Einbrüche, Einbruchsversuche sowie Fälle von Vandalismus gegeben - alle mit unterschiedlichem Ausmaß.

Erst kürzlich, in der Nacht nach Christi Himmelfahrt, plünderten unbekannte Täter die Spendentrichter im Affen- und Elefantenhaus. Negativer Höhepunkt waren die Diebstähle der drei Goldenen Löwenäffchen im Juli 2015 sowie der beiden Aras im Dezember 2015. "Die Sicherheitsmaßnahmen, die wir seitdem vorgenommen haben, greifen. Aber Fakt ist auch: Wer in den Zoo einbrechen will, kommt irgendwie auch rein", bedauert Dreßen.


Nicht zuletzt deswegen appelliert der Tierpark-Chef auch für eine dauerhafte Schließung der sanierungsbedürftigen Zoobrücke. Seine Begründung: "Man darf es den Leuten auch nicht zu leicht machen." Unabhängig davon sei die Querung auch ein "Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Radfahrer". So sehen es übrigens auch die meisten Mitglieder der Bezirksvertretung Ost. Ihr Vorschlag: Die Brücke soll (vorerst) gesperrt werden. Die Grünen-Fraktion will im nächsten Bauausschuss allerdings "die Weichen für eine Sanierung stellen".

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Losgelöst davon ist sich Dr. Wolfgang Dreßen klar darüber, "dass wir in Zukunft noch mehr Geld in die Sicherheit des Zoos investieren müssen."