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Bockumer Hallenbad aus Sicherheitsgründen gesperrt

Bockumer Hallenbad aus Sicherheitsgründen gesperrt
FOTO: Stadt Krefeld
Krefeld. Das Hallenbad des Bockumer Badezentrums bleibt auf ungewisse Zeit gesperrt. Gutachter entdeckten einen Rostbefall hinter einer Vorsatzwand. Die Stadt will kein Risiko eingehen und leitet nun eine ausgiebige Untersuchung ein. Für den Schwimm- und Schulsport werden Ausweichmöglichkeiten gesucht. Von Jörg Zellen

 

Die Krefelder Sporthallen-Problematik setzt sich fort. Wie die Stadt Krefeld am Donnerstag in einer eilig einberufenen Pressekonferenz mitteilte, wird das Hallenbad des Bockumer Badezentrums ab sofort gesperrt. Im Zuge einer seit Februar andauernden Begutachtung wurde vor wenigen Tagen ein Rostbefall an einem so genannten Anker, der eine Vorsatzwand hält, entdeckt.

"Wir wollen kein Risiko eingehen", begründet der Sportbeigeordnete Markus Schön die Maßnahme, die enorme Auswirkungen auf den Vereins- und Schulsport haben wird. "50 Prozent des Schulschwimmens findet in Bockum statt", berichtet Schön.

Für den kommenden Mittwoch hat der Beigeordnete alle Krefelder Schwimmvereine ins Rathaus eingeladen, um zu sondieren, wie "diese Situation solidarisch zu lösen ist". Zudem will Schön in den Nachbarkommunen, zum Beispiel in Kempen und St. Tönis, um Unterstützung bitten. Denkbar ist auch, dass eine Traglufthalle im Außenbereich über dem Sportlerbecken errichtet wird. Fakt ist: "Wir werden die Freibadsaison maximal erweitern." 

Nicht nur im Fall des 1967 errichteten Bockumer Badezentrum will Beigeordneter Markus Schön eine "knallharte Bestandsaufnahme" durchführen lassen. Dies sei auch ein Zeichen für eine "neue Politik in Krefeld". "In vielen Bereichen ist zu lange nichts passiert", so Schön.