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Stefan Krämer ist wieder Trainer des KFC Uerdingen: Wiederholt sich die Geschichte?

Stefan Krämer ist wieder Trainer des KFC Uerdingen : Wiederholt sich die Geschichte?

Stefan Krämer, Aufstiegstrainer und Publikumsliebling des KFC Uerdingen, ist zurück an alter Wirkungsstätte. Der 52-Jährige übernimmt elf Spieltage vor Saisonende den Krefelder Fußball-Drittligisten. Vom Aufstieg will er (noch) nicht sprechen.

Irgendwie war es wie immer: Stefan Krämer kommt gut gelaunt, freundlich lächelnd, zur Pressekonferenz des KFC Uerdingen, begrüßt die anwesenden Journalisten und plaudert in seiner gewohnt bildhaften Sprache drauf los. „Ich werde den Fuß aufs Gaspedal setzen und so schnell nicht wieder runternehmen“, verspricht der 52-Jährige bei diesem dann doch nicht so gewöhnlichen Wiedersehen am Mittwochmittag. Denn Krämer war eben dann doch ein Jahr lang nicht mehr als Trainer für den KFC verantwortlich. Nach dem fulminanten Aufstieg in die Dritte Liga wurde er im März 2019 entlassen. Er macht keinen Hehl daraus, dass ihn dies seinerzeit „überrascht“ habe. Nicht anders sei es ihm nun ergangen „als plötzlich das Telefon klingelte“. Dies sei bereits vor dem 4:2-Erfolg der Blau-Roten gegen Zwickau gewesen. Der KFC wollte seinen Erfolgscoach zurück. „Er ist der optimale Trainer für unseren Verein“, erklärte Geschäftsführer Niko Weinhart bei der Vorstellung des Rückkehrers freudig. Menschlich und fußballerisch schwimme man auf einer Wellenlänge. Die Trennung vor zwölf Monaten - fast schon vergessen.

Am späten Dienstagabend nun kehrte Stefan Krämer, der in der Zwischenzeit den 1. FC Magdeburg trainierte, nach Krefeld zurück. Bereits am Mittwoch leitete er das erste Training. Auf Kunstrasen. „Einige der Spieler kenne ich noch sehr gut, andere gar nicht. Ich werde aber sicher schnell einen guten Draht zu ihnen aufbauen“, gab sich Krämer zuversichtlich.

Ein wichtiger Helfer dabei soll sein alter Weggefährte Stefan Reisinger, seines Zeichens Teamchef des KFC, sein. „Der Kontakt zwischen uns ist nie abgebrochen. Er ist ein großes Trainertalent. Es war eine meiner Bedingungen, dass wir wieder in dieser Konstellation zusammenarbeiten“, stellte der 52-Jährige klar.

Vom Aufstieg will Krämer (noch) nicht sprechen. „Wir haben noch elf Spiele vor uns. Das sind elf Pokalspiele. Wir wollen jeweils eine Runde weiter und schauen dann, wohin unser Weg führt.“ Angesprochen auf seiner erfolgreiche Zeit beim KFC sagte er dann noch: „Fußball ist nicht reproduzierbar. Wir können nicht davon ausgehen, dass es noch einmal so läuft wie damals. Zumal wir in einer höheren Liga spielen. Aber schauen wir erst einmal.“

Die Vorzeichen stimmen zumindest. Der Trainer, der zugibt abergläubisch zu sein, muss mit Blick auf die aktuelle Entwicklung ein wenig schmunzeln. Seinerzeit startete seine Zeit beim KFC mit einem Spielausfall (Rödinghausen). Der Coronavirus könnte für eine Wiederholung sorgen. Die Partie am Freitag bei Waldhof Mannheim steht auf der Kippe. Wenn sich da mal kein Kreis schließen würde...