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Pinguine verspielen Führung in Weißwasser

Auswärts gegen Lausitzer Füchse : Pinguine verspielen Führung

Die Krefeld Pinguine haben am Freitagabend beim Duell mit den Lausitzer Füchsen zwei Punkte aus der Hand gegeben. Nach einer zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung konnten die Pinguine in Weißwasser lediglich einen Punkt sichern. Am Ende stand es 4:3 (0:2, 1:1, 2:0/1:0) nach Verlängerung für die Hausherren.

Dabei erspielten sich die Pinguine bereits im ersten Drittel ein Polster und gingen mit einer 2:0-Führung im Rücken in den Mittelabschnitt.

In der 15. Minute war es Jerome Flaake, der sich über sein erstes Tor im KEV-Dress freuen durfte. Er wurde vor dem Tor Nikita Quapps sträflich freistehend übersehen und umkurvte den jungen Füchse-Schlussmann zur Führung.

Jon Matsumoto erhöhte diese 51 Sekunden vor der Pausensirene mit einem verdeckten Schuss.

Im zweiten Abschnitt teilten sich die Teams die beiden Tore gleichmäßig auf.

Zuerst vergrößerte in der 33. Minute KEV-Topscorer Josh MacDonald im Powerplay den Abstand auf drei Tore, ehe die Aufholjagd der Füchse begann.

Samuel Dove-McFalls hauchte den Gastgebern in der 36. Spielminute Leben ein und bezwang einen starken Felix Bick zum ersten Mal. Im Schlussabschnitt bestimmten die Füchse mehr und mehr das Spiel, die Pinguine sahen sich zum Verteidigen gezwungen.

Lausitz-Stürmer Rio Kaiser halbierte den Abstand in der 45. Minute auf ein Tor. Für die erst 17-Jahre alte Nachwuchshoffnung der Eisbären Berlin war es das erste Profi-Tor.

Die Offensiv-Bemühungen der Hausherren waren damit aber noch nicht abgeschlossen.

Sieben Minuten vor dem Ende der Partie zogen die Pinguine eine Strafe und boten den Füchsen die Gelegenheit, das Spiel auszugleichen. Sie nutzen diese in Person Dominik Bohacs und erzwangen die Verlängerung, die ohne weitere gute Paraden Bicks nicht garantiert gewesen wäre.

Die Verlängerung dauerte 2:09 Minuten. Nach einem Konter stießen Bick und ein zurückeilender Christian Kretschmann im Torraum zusammen. Der sicher geglaubte Puck rutschte Bick dabei durch die Beine und genau vor die Füße von Füchse-Topscorer Roope Mäkitalo. Dieser machte keinen Fehler und brachte den Puck für den Bonuspunkt über die Torlinie.

Zahlen zum Spiel

LFX - KEV 4:3 n.V (0:2, 1:1, 2:0/1:0)

Tore: 0:1 (14:14) Flaake (Kuhnekath, Kretschmann), 0:2 (19:09) Matsumoto (Adam, Lessio), 0:3 (32:26)(PP) MacDonald (Matsumoto, Gotz), 1:3 (35:18) Dove-McFalls (Scheidl, Blumenschein), 2:3 (44:37) Kaiser (Dove-McFalls, Ruopp), 3:3 (53:52)(PP) Bohac (Scheidl, Kiefersauer), 4:3 (62:09) Mäkitalo

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Schüsse: 56:26

Strafminuten: 6:10

Zuschauer: 2490

Stimmen zum Spiel

Herbert Hohenberger:

Ich denke wir haben heute taktisch über weite Strecken clever gespielt. Wenn wir auswärts erneut mit mehr als einem Torunterschied führen und das Spiel dann trotzdem wieder verlieren, dann trifft das bei mir auf Unverständnis. Es sind häufig die gleichen individuellen Fehler, die uns passieren.

Felix Bick hat uns heute sicherlich einen Punkt gerettet. Wir müssen in allen Bereichen besser werden. In den letzten fünf Minuten geraten wir in Panik, obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gibt.

Sonntag geht es weiter und ich hoffe, die Jungs nehmen sich diese Niederlage zu Herzen und gehen am Sonntag extra motiviert in die Partie. Dann geht es auch wieder aufwärts.

Maximilian Adam:

Wir starten gut ins Spiel und gehen in Führung. Selbst ins letzte Drittel gehen wir noch mit einer 3:1-Führung. Und dann werden wir aus irgendeinem Grund nervös und werfen den Puck umher, wie eine heiße Kartoffel, nehmen Strafen, die unnötig sind und geben das Spiel letztlich aus der Hand. Das ist einfach nicht gut genug.

Christian Ehrhoff:

Wir haben heute 50 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht. Dann haben wir aufgehört zu spielen und Weißwasser viel zu viel Raum gegeben. Wir haben die Führung leichtsinnig hergegeben und die Füchse sind in der Overtime noch zum Sieg gekommen. Das war unter dem Strich einfach zu wenig von uns.