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Krefeld: Investitionen ins Stadtleben

Krefelder Haushalt : Investitionen ins Stadtleben

Die Stadtverwaltung legt dem Stadtrat einen Haushalt für die Jahre 2024 und 2025 vor, der ausgeglichen ist. Falls keine unerwarteten Krisen „von außen“ dazwischenkommen.

„Die Null steht“, bestätigt Oberbürgermeister Frank Meyer stolz. Der Verwaltungschef hat gemeinsam mit Kämmerer Ulrich Cyprian den städtischen Haushalt für die Jahre 2024 und 2025 dem Stadtrat vorgelegt. Und zwar einen ausgeglichenen. „Schwarze Null“.

Dazu muss der Kämmerer zwar in beiden Jahren jeweils etwas mehr als 25 Millionen Euro aus den städtischen Rücklagen entnehmen. Aber immerhin. Zum Ausgleich tragen nicht zuletzt die Einnahmen aus der immer noch sprudelnden Gewerbesteuer bei. Mit angepeilten 190 Millionen Euro werden sie knapp unter dem Rekordergebnis von 210 Millionen Euro im vorigen Jahr liegen.

Meyer und Cyprian halten noch weitere Frohbotschaften bereit. „Es wird keine Steuererhöhungen für Bürger und Unternehmen geben“, unterstreicht das Stadtoberhaupt.  Und ebenfalls keine Kürzungen von Zuschüssen an Kultur und Sport.

Meyer hat sich für die nächsten vier Jahre hingegen noch eine Menge Investitionen vorgenommen. So sollen für nicht weniger als 32 Millionen Euro Straßen und Gehwege saniert  werden. Für den Neubau und die Erneuerung von Radwegen stehen rund 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein weiterer Schwerpunkt der städtischen Planung bis 2028 liegt bei den Schulen. Rund 122 Millionen Euro sind für Neubau und Erweiterung veranschlagt. Ebenfalls bei den Kitas soll für 20 Millionen Euro kräftig investiert werden.

Zu den Großprojekten der kommenden Jahre gehören die Neubauten an der Westparkstraße. Hier entsteht für rund 105 Millionen Euro eine moderne Eis- und Sporthalle inklusive Parkhaus.  Auch die Glockenspitzhalle erfährt eine grundlegende Renovierung. Kosten: ca. 13 Millionen Euro. Für den Neubau der Feuerwachen in Fischeln und Traar sind fast 22 Millionen Euro eingeplant.

Nicht zuletzt sein Herzensprojekt „Stärkungspaket Innenstadt“ möchte der Oberbürgermeister weiter ausbauen. Mit der Doppelstrategie, die Ordnungskräfte aufzustocken und gleichzeitig den Drogenabhängigen mit dem Hilfezentrum an der Schwertstraße eine Alternative zu Theaterplatz und Fußgängerzone zu bieten, werde die Attraktivität der City für Anwohner und Geschäftskunden erhöht.

Überdies investiert die Stadtverwaltung weiterhin in ihre Digitalisierung. Das ist nicht nur für die Beamten und Bürger von großer Bedeutung. Auch im Wettbewerb um neue Köpfe sind moderne Arbeitsplätze unabdingbar - sonst entscheiden sich die besten Bewerber für andere Arbeitgeber. „Wir haben unsere Ausbildungsplätze vervierfacht“, weist Meyer auf den Fachkräftemangel hin.

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Die Entscheidung über den Haushalt liegt beim Stadtrat und damit bei den politischen Fraktionen. Der Rat tritt am 2. Mai zusammen.