1. Krefeld

Creinvelt begeistert die Besucher im Seidenweberhaus

Eine gelunge Mitgliederversammlung : Creinvelt kann die „große Bühne“

Die Gesellschaft Creinvelt begeisterte ihre Gäste an zwei Abenden im Seidenweberhaus mit grandiosem „Kabarett im Karneval“. Ihr Motto: „Kiek, dat es Krie-ewel!“

Wer nie eine Mitgliederversammlung im altehrwürdigen „Krefelder Hof“ erlebt hat, fragt sich schon, wie es sein kann, dass es die „Creinvelter“ mit ihrem unfassbar großen Talent nicht schon zeitiger auf die große Bühne des Seidenweberhauses geschafft haben. Selbst die letzten Zweifler sollten nun, im Jahr zwei nach dem Umzug gen Theaterplatz, konstatieren, dass dieses „Kabarett im Karneval“ seinen Idealplatz mit einer würdigen Gästezahl gefunden hat.

Die Gesellschaft - so sagt sie selbst - fühlt sich seit jeher dem „heimatbewusstem Denken verpflichtet, fördert in heiter-besinnlicher Form die Betonung der Krefelder Kultur und Eigenart“. Präsident Dr. Georg „Schorsch“ Rupp, jüngst zum Närrischen Ehrenbürger ernannt, brillierte einmal mehr in der Bütt. Seine Narrenschau mit vier Charakteren - zwei ernsten und zwei bekloppten - riss das Publikum von den Sitzen. Der Narr schaffe es auch, „grobe Klötze“ zu spalten, anders als die „Ampel“, die „die hohe Kunst des Scheiterns perfektioniert hat“. Auch Oppositionsführer Friedrich Merz bekam sein Fett weg, in dessen Gesicht man zwei Sekunden vor dem ersten Satz erkenne, was er sagen will. Wir dürfen uns über die Politik ärgern, aber hadern wir nicht mit der Demokratie“, so Rupp, der dazu aufrief: „Seid wehrhaft Demokraten,  verteidigt unser freies Land, zeigt Haltung auch mit Taten.“ In der Rolle des sinnfreien Narren animierte er die jecken Gäste zur „Tatahühü-Gymnastik“ - einfach großartig.

Absolut fantastisch und mitreißend war einmal mehr das Spiel der „Pink Propellers“, die sichtlich lädiert über ihre Abenteuer auf Krefelds Radwegen berichteten. Die vielen „Kinderplanschbecken“, die inzwischen vermehrt das Stadtbild prägen, seien lästig, merkte ein geschundener Radler an. „Du Doll, das sind doch mit Wasser gefüllte Schlaglöcher“, erwiderte sein „Mitfahrer“.

In ihrer Paraderolle als Petrus und Dionysius blickten Willi Havermann  und Stephan Schwalbach (begleitet von Josef Schwalbach am Klavier) gewohnt mit kritischem Blick auf das Krieewelsche Treiben. Ausgelassene Stimmung herrschte beim Ratsherr Maximilian Derks, dessen „Schilddrüsenunterfunktion“ Lachsalven hervorrief. Im Finale begeisterten die Brüder Neuwirths gemeinsam mit mit Craig Rodda und Achim Sonnat in er Art Minnespiel.

Diese Mitgliederversammlung war ein großer Erfolg. Creinvelt kann nicht nur „Kabarett im Karneval“, sondern auch die ganz große Bühne.

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