1. Kolumne

Ach, übrigens: Karneval in Zeiten von Krisen und Krieg?

Ach, übrigens... : Karneval in Zeiten von Krisen und Krieg?

Die Jecken im Rheinland starten heute in die fünfte Jahreszeit. In Krefeld übernahmen ab 11.11 Uhr Prinz Dirk III. und Prinzessin Steffi II. das Zepter im Rathaus von Oberbürgermeister Frank Meyer. Am Abend folgt eine ausgelassene Sessionseröffnungsparty mit hunderten Närrinnen und Narren im Stadtwaldhaus.

Darauf von Herzen ein dreifaches Krieewel Helau.

Manch einer mag sich nun die Frage stellen, ob Karneval in Zeiten von Krisen auf der Welt und Krieg in der Ukraine sowie Nahost richtig ist. Darf man hierzulande feiern, wenn anderswo Leid und Schmerz herrscht? Die Kritiker des jecken Treibens werden diese Frage sicherlich ganz eindeutig und entschieden mit „Nein“ beantworten.

Ich sehe das anders: Gerade jetzt, gerade in diesen schwierigen Zeiten, jetzt, wo die Menschen sich Gedanken um die angespannte Lage in der Welt, aber auch hier bei uns in Deutschland machen, ist es gut, wenn sie ein wenig Trost, Ablenkung, ja, auch Spaß im Karneval finden.

Ach, übrigens: Richtig jeck und lobenswert ist, dass die Minister unseres neuen Prinzenpaars auf eine einheitliche Kopfbedeckung verzichten und stattdessen in den Kappen verschiedener Gesellschaften auftreten. Ihre Begründung: „Der Karneval ist bunt und er lebt von der Vielfalt, den verschiedenen Gesellschaften und dem miteinander eben dieser.“

Richtig so! Lasst und dieses Miteinander, die Vielfalt und Offenheit feiern - auch in diesen Tagen der Krisen und des Kriegs.