Jüdische Kulturtage an Rhein und Ruhr

Jüdische Kulturtage in Krefeld : Zwei Wochen buntes Programm

Die Jüdischen Kulturtage starten nach vier Jahren wieder in diesem März. Auch Krefeld beteiligt sich.

„Wir möchten uns für ein jüngeres Publikum öffnen“, erklärt Sandra Franz. Die Leiterin der NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer koordiniert die Krefelder Veranstaltungen der „Jüdischen Kulturtage an Rhein und Ruhr“.

Um auch jüngere Leute zu erreichen, bieten die Kulturtage in Krefeld einen Diskussionsabend unter Jugendlichen zum Thema „Was wirklich wichtig ist“ (3. April, 17 Uhr, Stadttheater). In der Nachbarstadt Düsseldorf findet zudem eine zünftige Disco statt.

15 Städte im Umkreis beteiligen sich an den Kulturtagen. Allein Krefeld stellt 11 Veranstaltungen auf die Beine. Alle finden im Zeitraum zwischen 28. März und 14. April statt. Ziel ist es, das Kulturleben jüdischer Prägung einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Dazu stellen 9 Kreative der Gemeinschaft Krefelder Künstler vom 19. März bis 14. April Werke zum Thema „Zuhause - Jüdisch. Heute. Hier“ in der Synagoge an der Wiedstraße aus. Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 9 - 16 Uhr.

Parallel dazu stellen sie auch in ihrem „Stammhaus“ an der St.-Anton-Straße 90 vom 15. März bis 14. April grafische Arbeiten zum gleichen Thema aus. Zur Ausstellungseröffnung am 15. März um 20 Uhr trägt der Schauspieler Matthias Oelrich zeitgenössische Texte vor. Hier liegen die Öffnungszeiten montags bis donnerstags 16 - 20 Uhr.

Ebenfalls in der Synagoge an der Wiedstraße findet am Sonntag, 31. März, ein Abend mit klassischer Musik und einem koscheren Drei-Gänge-Menü statt. Beginn: 18 Uhr. Anmeldung: juedische-gemeinde-krefeld@t-online.de.

Professor Dr. Ute Büchter-Römer hält am 2. April einen Vortrag in der VHS zum Geschwisterverhältnis zwischen dem Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und Fanny Hensel. Beginn: 19 Uhr. Eintritt: 6 Euro.

Ebenfalls am 2. April führt ein Kölner Ensemble in der Fabrik Heeder das Theaterstück „Zwischenfall in Vichy“ von Arthur Miller auf. Beginn: 20 Uhr. Anschließend ist Publikumsgespräch.

In der Mediothek spricht Jana Revedin am 3. April über die Ehefrau des Bauhaus-Gründers Walter Gropius, Ise Frank. Unter dem Titel „Jeder nennt mich Frau Bauhaus“ nähert sie sich der Geschichte des Bauhauses auf romanhafte Weise. Beginn: 20 Uhr. Eintritt: 8 Euro.

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