Krefeld Pinguine: Schulz: „Über den KFC sprechen wir nicht“

Krefeld Pinguine : Schulz: „Über den KFC sprechen wir nicht“

Mit sorgenvollem Blick verfolgt Pinguine-Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz die Entwicklungen beim KFC Uerdingen. Ob Mikhail Ponomarev auch in Zukunft Präsident der Blau-Roten bleibt und wie dessen Engagement bei den Pinguinen aussehen wird, weiß auch er nicht.

Gut acht Monate ist es her, dass Mikhail Ponomarev, seines Zeichens Präsident des KFC Uerdingen, ankündigte, als Gesellschafter bei den Krefeld Pinguinen einzusteigen. An jenem warmen Sommerabend des 4. September 2018 erklärte er beim Nobel-Italiener in Bockum gegenüber den anwesenden Pressevertretern: „Ich bin stolz darauf, jetzt ein Teil der Pinguine zu sein. Dies ist ein überaus attraktives Projekt. In meiner Seele liebe ich Eishockey.“

Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz zeigte sich glücklich darüber, endlich einen Mitstreiter gefunden zu haben: "Mikhail ist der richtige Partner für die Pinguine. Ihm traue ich es zu, die KEV Pinguine Eishockey GmbH in die Zukunft zu führen", sagte er seinerzeit.

46 Prozent der Anteile an der KEV Pinguine Eishockey GmbH wollte Ponomarev vom Krefelder Architekten Dieter Berten übernehmen. Es dauerte jedoch eine Weile bis der Kaufpreis überwiesen wurde. Bis zum Ende der Eishockey-Saison war dies immer wieder ein Thema, welches hinter vorgehaltener Hand für etwas Unruhe sorgte. Mittlerweile sei die volle Summer jedoch überwiesen, wie auch Wolfgang Schulz, der selbst 48 Prozent besitzt, im Gespräch mit dem Extra Tipp bestätigte. Ein Eintrag ins Handelsregister steht jedoch nach wie vor aus. Wieso dies so ist, weiß auch er nicht. „Stand jetzt gehe ich davon aus, dass alles so weiterläuft, wie Herr Ponomarev und ich es besprochen haben.“

Erst am Dienstag haben sich die beiden mächtigen Funktionäre getroffen und ausgetauscht. Allerdings nicht darüber, wie das Fußball-Engagement von Mikhail Ponomarev in Zukunft aussehen wird. „Über den KFC sprechen wir nicht“, sagt Schulz. „Mit den Pinguinen habe ich ja schon genug zu tun.“ Ponomarev wiederum sei allerdings eingebunden in die Kaderplanungen der Schwarz-Gelben.

Schulz räumt ein, dass er die Entwicklungen beim KFC mit sorgenvollem Blick verfolge. „Mehr als das, was in der Presse steht, weiß ich aber auch nicht. Dennoch ist es nicht schön zu lesen, dass Rechnungen nicht bezahlt werden und ähnliches. Ich bin gespannt, wie das Fan-Hearing am Freitag verläuft und wie sich Herr Ponomarev dort äußert.“

Ob die KFC-Zukunft Ponomarevs auch Einfluss auf sein Gesellschafter-Dasein bei den Pinguinen hat? „Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten“, so Schulz und schiebt hastig hinterher: „Aber ich bin ja auch noch da.“ Zumindest diese Botschaft werden die Krefelder Eishockeyfans gerne vernehmen.

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