KFC Uerdingen: „Rumpftruppe“ in Rostock, Vogel kündigt Umbruch an

KFC Uerdingen : „Rumpftruppe“ in Rostock, Vogel kündigt Umbruch an

Uerdingens Trainer Heiko Vogel will am Samstag nicht nur bei Hansa Rostock gewinnen, sondern den Spielern weiter seine Ideen vermitteln - und denkt dabei auch schon an die nächste Saison

Erst Rostock (Samstag, 13.30 Uhr), dann Wiesbaden und am Ende das Pokal-Highlight gegen den Wuppertaler SV: Drei schwere Aufgaben warten in dieser Saison noch auf den KFC Uerdingen - und die will Trainer Heiko Vogel alle so erfolgreich wie möglich bestreiten. „Ich will gegen Rostock gewinnen. Es warten in dieser Saison noch harte Aufgaben auf uns, dementprechend viel Feuer ist auch im Training drin, das finde ich gut“, erklärt der 43-Jährige angesprochen auf den Saisonendspurt.

Dennoch sind die Vorzeichen für das Duell an der Ostsee nicht die besten. Einige Spieler sind gesundheitlich angeschlagen, definitiv fehlen werden Maximilian Beister und Oguzhan Kefkir (beide krank), Roberto Rodriguez (gesperrt), Khalil Mohammad (verletzt) und Routinier Stefan Aigner, der sich über Nachwuchs freut und deswegen bei seiner Familie bleibt. „Wir fahren wohl mit einer Rumpftruppe dorthin. Trotz der dünnen Personaldecke möchte ich natürlich, dass meine Ideen umgesetzt werden und das Team macht richtig gut mit. Ich bin kein Magier, aber ich glaube, dass es im Vergleich zu den Spielen zuvor erkennbare Veränderungen gab“, ist sich Vogel sicher. Zumindest René Vollath kehrt wieder in den Kasten zurück. „Er ist wieder fit und im Training. Er bringt einen Charakter und eine Ausstrahlung mit, die wir gut gebrauchen können.“ Vollath soll nicht nur mithelfen, das Spiel von hinten heraus zu lenken, sondern dem Team mit seiner Routine auch Ruhe geben.

Viel Unruhe neben dem Platz

Letztere hätten sich die Verantwortlichen in der vergangenen Woche auch rund um den Verein gewünscht. Denn leicht dürfte es dem Team zuletzt nicht immer gefallen sein, sich nur auf die sportlichen Belange zu konzentrieren. Negativschlagzeilen, vor allem in der Boulevardpresse, sorgten zumindest unter den Fans für Unruhe. Heiko Vogel lassen die Vorwürfe gegenüber dem Verein aber kalt. „Ich bin kein Ignorant und auch nicht borniert. Ich merke natürlich, was da jetzt los war. Aber das ist Vergangenheit, ich kann mir da über viele Dinge kein Urteil erlauben. Ich möchte dafür sorgen, dass wir in Zukunft positive Schlagzeilen schreiben.“

Vogel lässt sich nicht in die Karten schauen

Und das wird er zukünftig, nicht ganz überraschend, auch mit neuem Personal versuchen. „Es wird einen Umbruch geben. Aber natürlich spielt da auch immer der Faktor Zeit eine Rolle“, so Vogel. Genauer möchte er das derzeit allerdings nicht kommentieren. Nur so viel: „Es laufen ja auch beispielsweise einige Verträge aus, es kommen neue Spieler. Aber ich möchte da jetzt auch nichts konkretisieren, das ist alles Zukunftsmusik.“

Der Trainer möchte sich noch nicht in die Karten schauen lassen, verständlich. Doch klar ist auch, dass er genau für diesen Umbruch und die Planung der kommenden Saison schon so früh beim KFC eingestiegen ist.

Die drei ausstehenden Partien und Trainingswochen könnten dann nicht nur als der erhoffte positive Saisonabschluss, sondern für einige Spieler auch als „Bewerbungsspiele“ für den aktuellen oder andere Vereine dienen.

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