Rennclub eröffnet Galopp-Saison

Rennclub eröffnet Galopp-Saison

Bereits am Sonntag, 17. März eröffnet der Krefelder Rennclub die Grassaison in Deutschland. Um 10.30 Uhr beginnt der beliebte Ladies-Day, der nicht nur mit insgesamt sechs Rennen (davon ein Jagdrennen), sondern auch mit einem Hauch von Ascot lockt.

"Wir arbeiten daran" ist auf Krefelds Galopprennbahn nicht nur ein geflügeltes Wort. Denn schon bald beginnen die Sanierungen auf der alt-ehrwürdigen, aber sehr schmucken Rennbahn im Krefelder Stadtwald. Die Untere Denkmalschutzbehörde und die Wohnstätte setzen alles daran, dass die Sanierung Ende April beginnen kann. "Deswegen wird es in diesem Jahr wieder sechs Renntage geben, davon allerdings keinen im Sommer", erklärt Jan Schreus, Präsident des Krefelder Rennclubs.

Doch darin sehen die Verantwortlichen kein Problem, im Gegenteil. Vielleicht werden bei gutem Wetter noch mehr Besucher auf die Bahn gelockt. "Natürlich sind Rennen im Sommer schön, aber es sind dann auch viele Menschen im Urlaub oder ähnliches. Deswegen freuen wir uns auf die Rennen im März, April, Oktober und November, zu denen wir ein attraktives Programm bieten werden", erzählt der Präsident.

Die Sanierungen betreffen allerdings nur die denkmalgeschützten Bereiche. Auch darum will der Rennclub nach diesen Arbeiten selbst einige Modernisierungen vornehmen, unter anderem in den Logen, möglicherweise auch an der in die Jahre gekommen Technik und Lautsprecheranlage. "Vielleicht findet sich dafür ja ein Sponsor", hoffen die Verantwortlichen.

Besucherentwicklung zuletzt wieder positiv

Beim Anblick auf die Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre von 2005 bis 2018 "schießen einem die Tränen in die Augen", stellt Schreurs klar. Die Umsätze haben sich in Deutschland und in Krefeld insgesamt mehr als halbiert. Doch zuletzt gab es eine Stabilisierung. Positiv: pro Renntag kamen 2018 mehr Besucher (5640 im Schnitt an fünf Renntagen) als noch im Jahr zuvor (4850 im Schnitt an sechs Renntagen).

"Knapp macht attraktiv, deswegen haben wir im Vergleich zu einigen Jahren zuvor die Zahl der Renntage reduziert". Doch die Lösung für alle Probleme ist dies leider nicht. "Wir haben eher ein Sponsoren- als ein Besucherproblem", sagt Tania Cosman, zuständig für Marketing/Sponsoring beim Krefelder Rennclub.

Neben den bestehenden, treuen Sponsoren - "denen wir sehr dankbar sind", so Cosman - fehle es an Unterstützern mit Herzblut für den Galoppsport und auch für die Rennbahn selbst. "Denn ohne Rennen würde es auch keine Rennbahn in dieser Form, auch mit allen Trainingsmöglichkeiten und Stallungen, geben."

Ladies Day mit Hutprämierung

Es ist also weiterhin ein Existenzkampf, der nur mit Hilfe von Sponsoren, Stadt, mehr Wetten und vor allem vielen Besuchern gewonnen werden kann. Dafür tut der Rennclub einiges, wie auch am kommenden Sonntag. "Wir haben schon sehr viele Meldungen bekommen und können ein tolles Sportliches Programm bieten. Gerade der Ladies Day gehört zu unseren beliebtesten Renntagen, vor allem wegen des besonderen Flairs", weiß Tania Cosman.

Denn ein Hauch des Galopp-Mekka Ascot wehrt über die Anlage im Stadtwald, allein schon deshalb, weil alle Damen und Mädchen dazu aufgerufen sind Hut zu tragen. "Den schönsten Hut werden wir prämieren. Die Siegerin schmückt dann unseren Ankündigungsflyer im nächsten Jahr." Auch eine Modenschau mit rund 200 Frauen lockt vor allem die weiblichen Gäste.

Doch für alle ist etwas dabei. "In Krefeld macht man gern ein Happening aus dem Besuch, kommt mit der ganzen Familie. Das ist das, was wir uns wünschen", freut sich Schroers auf den kommenden Sonntag. Dieser Renntag beginnt bereits um 10.30 Uhr, das erste Rennen wird dann um 11 Uhr gestartet. "Also früh genug, um nach dem Renntag den Sonntag noch schön ausklingen lassen zu können".

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