Kritik und Abstiegsangst: Peinliche Pleite bringt KFC in Bedrängnis

Kritik und Abstiegsangst : Peinliche Pleite bringt KFC in Bedrängnis

Für die Fans des KFC Uerdingen ist es in dieser Saison wahrlich nicht einfach ihr Team zu lieben. Zu schwankend sind die Leistungen, zu negativ die Rückrunde. Nach dem gestrigen 0:3 gegen Braunschweig wird der Kampf um den Klassenerhalt erneut zum Thema

Pünktlich zum Abpfiff erschallte gestern Abend das Pfeifkonzert aus den Blöcken 6, 7 und 8 in der Duisburger Arena, Schmähungen und entsprechendes Gebaren machten den Spielern in blau-rot klar: in die Kurve braucht ihr heute nicht zu kommen.

Und wer will es den Anhängern des KFC Uerdingen verdenken, die wie der Rest der insgesamt 5099 Zuschauer in den 90 Minuten zuvor eine Leistung geboten bekamen, die zwischenzeitlich einem Offenbarungseid glich.„Das war nicht nur ein gebrauchter Tag, so eine Leistung ist nicht zu erklären“ - Uerdingens Trainer Frank Heinemann fand nach der Partie deutliche Worte.

Seine Jungs hatten es mit der 0:3-Pleite gegen Eintracht Braunschweig geschafft auch die letzten treuen Anhänger gegen sich aufzubringen. Hatten gegen Rot-Weiß Essen, Lotte und auch bei der unglücklichen 0:3-Niederlage gegen Spitzenreiter Osnabrück noch Einstellung und Leistung gestimmt, so war die Partie am Montagabend ein schlimmer Rückfall in „alte Zeiten“, aus denen die Negativ-Serie von zwölf Spielen ohne Sieg resultiert.

Die Begriffe Lustlosigkeit, Gleichgültigkeit oder sogar „Trümmertruppe“ fallen immer häufiger, ob im Stadion oder den Sozialen Netzwerken. Die Fans scheinen ihrem Team keinen Kredit mehr zu gewähren.

Auch Heinemann ging mit der Mannschaft hart ins Gericht, stellt sich aber weiterhin vor sein Team. „Mit so einem Spiel hatte ich nicht gerechnet. Ich habe mich immer vor die Mannschaft gestellt und gesagt, dass wir ein Team sind. Nur heute haben wir in allen Bereichen nicht das gebracht, um erfolgreich zu sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir weiter eine Mannschaft sind, aber heute haben wir komplett versagt.“

Darüber hinaus hat man damit nicht nur den treuen Anhängern vor den Kopf gestoßen, sondern auch einige Gelegenheitsbesucher verprellt, die durch diverse Ticketaktionen den Weg ins Stadion gefunden hatten. Als negative Höhepunkte bleiben wohl nur das desolate Defensivverhalten, der verschossene Elfmeter und die Gelb-Rote Karte des frustrierten Kapitäns Stefan Aigner im Gedächtnis.

Auch rein sportlich wird es nun wieder unnötig spannend. Bei noch vier ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nur sechs Punkte. Samstag geht es nun zum Schlusslicht VfR Aalen, eine Woche später ist der Tabellensiebzehnte Energie Cottbus zu Gast. Bei Leistungen wie gestern sind auch das allerdings alles andere als Selbstläufer. Doch gegen diese Teams müssen jetzt unbedingt Punkte her - sonst wird es zum Ende der Saison noch einmal richtig eng.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Enttäuschung und Wut überwiegen beim KFC Uerdingen

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