Krefeld Pinguine: Krefelder Unternehmer vor Einstieg bei den Pinguinen?

Krefeld Pinguine : Krefelder Unternehmer vor Einstieg bei den Pinguinen?

Der Krefelder Unternehmer Gerald Wagener steht offenbar vor einem Einstieg bei den Krefeld Pinguinen. Laut Informationen unserer Zeitung will er 94 Prozent an der KEV Pinguine Eishockey GmbH erwerben. Dies bestätigt auch Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz.

Diese Personalie könnte die Zukunft der Krefeld Pinguine sichern. Wie der Extra-Tipp aus sicherer Quelle erfuhr, will der Krefelder Unternehmer Gerald Wagener gemeinsam mit einem russischen Versorgungsunternehmen als Mehrheits-Anteilseigner bei den Schwarz-Gelben einsteigen.

Der 58-Jährige erzielte bereits eine grundsätzliche Einigung mit Pinguine-Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz über dessen 48 Prozent an der KEV Pinguine Eishockey GmbH. „Ich habe immer gesagt, dass ich dem Krefelder Eishockey nie im Wege stehen werde. Ich würde meine Anteile an Herrn Wagener abgeben und mich über dessen Engagement freuen“, erklärte Schulz auf Nachfrage.

Auch mit KFC-Präsident Mikhail Ponomarev, der seit Kurzem 46 Prozent an dem Eishockey-Klub hält, stand Wagener offenbar in Kontakt. Der russische Unternehmer, der vor einigen Wochen von Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos wegen ausbleibender Zahlungen öffentlich angezählt wurde, soll nach Informationen des Extra-Tipp jedoch blocken. „Es würde eine Lösung für das Krefelder Eishockey geben, aber dann müsste Herrn Ponomarev mitspielen“, kritisiert Schulz.

Ponomarev soll Anfang der Woche geäußert haben, dass er seine Anteile, die einen Wert von 345 000 Euro haben, bereits verkauft habe. „Das kann nicht stimmen, da er dafür meine Zustimmung und die der Gesellschafterversammlung benötigt“, sagt Wolfgang Schulz und ergänzt: „Und er hat sich nach wie vor nicht gemeldet.“

Apropos Gesellschafterversammlung: Am Donnerstag flatterte bei allen Anteilseignern der Pinguine die Einladung zu eben jener Sitzung am 19. November in den Briefkasten. Unserer Zeitung liegt das entsprechende Schreiben vor. Wir führen die vier wichtigsten Tagesordnungspunkte auf.

- Die Übertragung der Anteile der Schulz Holding an eine nicht weiter genannte Person oder ein Unternehmen.

- Die Übertragung der Anteile der Energy Consulting (Ponomarev; Anmerkung der Redaktion) an eine nicht weiter genannte Person oder ein Unternehmen.

- Ein Einziehen der Gesellschafteranteile der Energy Consulting. Dies wird durch triftige Gründe möglich (zum Beispiel schädigendes Verhalten gegenüber der GmbH).

- Die Ausgabe neuer Gesellschaftsanteile und eine Verdoppelung des Stammkapitals.

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos: „Ich möchte die einzelnen Tagesordnungspunkte nicht kommentieren.“ Dementiert hat er sie aber auch nicht.

Gerald Wagener wollte zu dem Thema keine Stellungnahme abgeben.

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