Stabile Defensive, aber zu wenig Tore: KFC muss die Ladehemmung lösen

Stabile Defensive, aber zu wenig Tore : KFC muss die Ladehemmung lösen

Gegen den Spitzenreiter MSV Duisburg lieferte der KFC Uerdingen trotz der 0:2-Niederlage am Montag eine gefällige Leistung ab. Die Blau-Roten haben zwar ihre defensive Stabilität wiedergefunden, andererseits stehen bisher nur 15 geschossene Tore auf dem eigenen Konto.

Unzufrieden und abgekämpft gingen die Spieler des KFC Uerdingen in die Gästekurve. Trotz der 0:2-Niederlage wurden sie allerdings von ihren gut 1500 mitgereisten Anhängern beklatscht und aufgemuntert. Denn das was das Team des Duos Steuernagel/Reisinger in den zuvor gespielten 90 Minuten abgeliefert hatte, kann man durchaus als gefällig und bemüht bezeichnen. „Wir haben sehr gut angefangen. So wie wir Duisburg angelaufen haben, das war richtig gut“, war sich Cheftrainer Daniel Steuernagel sicher. Die ersten 20 Minuten hatten die Blau-Roten den Gastgeber von der Wedau im Griff. Es war und ist offensichtlich, dass vor allem Teamchef Stefan Reisinger bei seiner Amtsübernahme an den richtigen Stellschrauben gedreht hat und seiner Elf Stabilität gibt. Doch nach dem Führungstreffer durch Daschner wurden auch die Schwächen des KFC offensichtlich. Die Ausfälle auf den Außenverteidigerpositionen (Dorda, Großkreutz und Guenouche verletzt) scheint das Team nicht wie gewünscht wegstecken zu können, vor allem Oliver Steurer hatte Probleme sich in der für ihn ungewohnten Rolle zurechtzufinden. Auch die Einwechslung von Boubacar Barry brachte am Montagabend nicht den gewünschten Effekt. Gegen tiefer stehende Gegner wie den 1. FC Kaiserslautern beim kommenden Heimspiel (Samstag, 14 Uhr) könnte er mit seiner Offensivkraft allerdings zu einer entscheidenden „Waffe“ werden.

Es wäre wünschenswert, denn in der Offensive drückt bei den Blau-Roten am Montag der Schuh. Trotz der Herreinnahmen von Evina, Osawe und eben jenem Barry. „Mehr Offensive hätten wir gar nicht einwechseln können. Vorne konnten wir uns aber nicht so richtig durchsetzen. Wir haben alles versucht, hatten in der Box aber nicht die Konsequenz und Abschlussstärke wie der MSV“, stellte Steuernagel fest und beschrieb damit ein Problem, dass den KFC seit Saisonanfang verfolgt - das Team schießt zu wenig Tore. „Uns war es in erster Linie wichtig, dass wir sicher stehen, das gibt Selbstvertrauen“, hatte Reisinger zuletzt noch gesagt. „Vorne haben wir definitiv die Qualität Tore zu erzielen“, so der Teamchef weiter. Doch daran muss und wird er mit seinem Kader zukünftig vermehrt arbeiten. 15 Treffer in 14 Spielen (dafür auch nur 17 Gegentore) sind der zweitschlechteste Wert der 3. Liga. Dennoch: das Team gibt sich nicht auf. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wir haben 90 Minuten alles gegeben und gekämpft“, so Steuernagel. Ein Zustand, der nicht nur dem Trainer, sondern wohl auch den Fans Mut macht für die kommenden Aufgaben.

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