KFC Uerdingen: Keine Angst vor starken „Veilchen“

KFC Uerdingen : Keine Angst vor starken „Veilchen“

Erhobenen Hauptes geht der KFC Uerdingen nach den Siegen im Pokal und der Liga in die Partie gegen den VFL Osnabrück. Gegen den Spitzenreiter der 3. Liga könnte es Sonntag voll werden in der Duisburger Arena. Anpfiff ist um 14 Uhr.

„Das Pokalspiel in Essen war eine richtige Motivationsspritze. Im Finale haben wir die Chance zum ersten Mal seit 2001 wieder in den DFB-Pokal einzuziehen, das ist toll. Aber das ist auch das letzte Spiel der Saison. Jetzt kommt erst einmal Osnabrück, dann Braunschweig und dann all die anderen“, sagt Uerdingens Trainer Frank Heinemann.

Eins nach dem anderen abarbeiten und dann am Ende die Saison mit einem „positiven Highlight“ abzuschließen, wie er sagt. Doch dafür muss er mit seinem Team und der neu gewonnen Selbstsicherheit erst einmal einen dicken Brocken aus dem Weg räumen. Der VFL Osnabrück ist Sonntag in der Duisburger Arena zu Gast - als souveräner Spitzenreiter der 3. Liga.

„Osnabrück spielt mit einer beeindruckenden Konstanz. Sie werden nicht nervös, sondern wissen ganz genau, dass sie irgendwann ihr Tor machen werden“, sagt Heinemann über den Gegner. Mit einem flexiblen Offensivspiel und vor allem einer sehr starken Defensive (nur 22 Gegentore in 32 Spielen) glänzen die Lila-Weißen, auch „Veilchen“ genannt, in dieser Saison, obwohl sie einen Umbruch hinter sich haben. „Sie haben sich am Anfang der Saison schnell gefunden und stehen absolut zurecht da wo sie sind“, gibt der Uerdinger Coach offen zu.

Siege haben dem KFC neues Leben eingehaucht

Doch für ihn und sein Team ist das kein Grund zur falschen Bescheidenheit. Die zwei wichtigen Siege im Pokal in Essen und in der Liga gegen Lotte haben den Blau-Roten neues Leben eingehaucht. „Man hat gemerkt wie erleichtert die Jungs waren. Und dann sind wir auch in Lotte super ins Spiel gekommen. Doch alles was wir in den beiden Spielen gut gemacht haben, müssen wir gegen Osnabrück besser machen“, ist sich Heinemann sicher und fordert selbstbewusst: „Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem wir unbedingt nachlegen müssen.“

Verzichten muss der 54-Jährige allerdings auf ein erfahrenes Trio. Adam Matuschyk und Adriano Grimaldi fallen mit Syndesmosebandriss den Rest der Saison aus, Kapitän Mario Erb muss gelbgesperrt zuschauen. Könnte also gut sein, dass Dominic Maroh in die Viererkette und Patrick Pflücke ins zentrale Mittelfeld rücken. „Mal sehen. Vielleicht spielen wir auch mit zwei Spitzen. Da lassen wir uns schon etwas einfallen.“

STIMMUNG Für beste Fußballatmosphäre dürfte Sonntag in Duisburg gesorgt sein. Das Spiel gegen den Spitzenreiter zieht nicht nur viele Fans der Blau-Roten, sondern auch gut 2000 Anhänger der Veilchen ins Stadion. Karten sind an der Tageskasse erhältlich, eine zeitige Anreise wird empfohlen.

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