Krefeld Pinguine: Arturs Kruminsch kämpft sich zurück

Krefeld Pinguine : Arturs Kruminsch kämpft sich zurück

Der 30-jährige Arturs Kruminsch steht nach überstandener Krebserkrankung vor der Rückkehr aufs Eis.

Schwere Monate liegen hinter Arturs Kruminsch. Als er im April 2018 einen Vertrag bei den Krefeld Pinguine unterzeichnete, freute er sich auf die neue Herausforderung im DEL-Team der Schwarz-Gelben. Dann der Schock: Beim damals 29-Jährigen wurde Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Statt täglich zur Eishalle zu fahren und zu trainieren, verbrachte der Deutsch-Lette fortan viel Zeit im Uni-Klinikum Essen. „Die Diagnose war natürlich furchtbar. Es war eine harte Zeit, die mich sehr geprägt hat und meinen Charakter und die Sichtweise auf viele Dinge verändert hat“, berichtet Arturs Kruminsch. Kurz vor Weihnachten dann informierten ihn die Ärzte, dass die Chemotherapie angeschlagen hat. „Ich bin froh erst einmal alles überstanden zu haben. Die Nachuntersuchungen sind gut verlaufen. Wieder trainieren zu können und mich auf die Saison vorzubereiten, ist im Moment mehr Spaß als Quälerei. Ein besonderer Moment war die Trainingseinheit Ende Februar als ich erstmals mit den Pinguinen auf dem Eis gewesen bin. Natürlich bin ich da über mein Limit hinausgegangen. Auch wenn ich mich in den beiden Tagen danach kaum bewegen konnte, habe ich daraus jede Menge Kraft und Motivation geschöpft.“

Matthias Roos, Geschäftsführer und Sportdirektor der Pinguine, hat Kruminsch während der schweren Zeit stets zur Seite gestanden. „Wir sind sehr glücklich, dass es ihm nun wieder gut geht und wir rechnen damit, dass die ärztlichen Untersuchungen und die Fitnesstests Ende Juli positiv sein werden und Arturs im August mit der Mannschaft auf dem Eis wieder voll trainieren kann.“

Ob Arturs Kruminsch dann in der kommenden Saison tatsächlich im DEL-Team der Pinguine spielen wird, oder aber zunächst einmal beim Kooperationspartner Frankfurt eingesetzt wird, ist noch offen. Rein theoretisch könnte er auch im Oberliga-Team der Schwarz-gelben mitwirken. Doch die Saison beginnt erst Ende September.

Apropos Oberliga. KEV-Nachwuchskoordinator Elmar Schmitz berichtete, dass die Krefelder in dieser Woche mit Matyas Kovács (kommt vom Herforder EV) und Matteo Stöhr (Eisbären Regensburg) zwei weitere Spieler für die „Sprungbrettmannschaft“ verpflichtet haben. Aktuell wartet man an der Westparkstraße auf das Ergebnis des Lizenzierungsverfahrens. „Wir sind zwar Ersttäter, aber dennoch sehr zuversichtlich“, so Schmitz. Die Saisonvorbereitung starten die Schwarz-Gelben am 16. August mit einem Heimspiel in der Rheinlandhalle. Der Gegner steht noch nicht fest. Sicher ist allerdings, dass die Liga-Heimspiele freitags um 19.30 Uhr und sonntags um 17.15 Uhr ausgetragen werden.

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