KFC Uerdingen: Aalen als Chance für die Jungspunde?

KFC Uerdingen : Aalen als Chance für die Jungspunde?

Drei Ausfälle muss Uerdingens Trainer Heinemann beim Spiel gegen Tabellenschlusslicht VfR Aalen (Samstag, 14 Uhr) kompensieren. Möglicherweise bekommen die Jungspunde im Team ihre Chance. Fest steht nur, dass der erfahrene Coach auf Stürmer Osayamen Osawe setzt.

Auch drei Tage nach der bitteren Pleite gegen Braunschweig ist Uerdingens Trainer Frank Heinemann nicht nach Spaß und guter Laune zumute. „Natürlich müssen wir nach vorne blicken und haben das auch aufgearbeitet. Aber die Enttäuschung war schon riesig, weil ich dachte wir wären schon einen Schritt weiter.“

Durch die Niederlage sind die Abstiegsränge wieder unnötig nah gekommen. Ein Sieg gegen Tabellenschlusslicht Aalen am kommenden Samstag, 14 Uhr würde also Ruhe bringen - ist aber alles andere als selbstverständlich. „Aalen wird in diesem Spiel die letzte Chance sehen, da unten noch einmal rauszukommen“, vermutet der Coach. Will heißen: der VfR wird alles reinwerfen um das Unmögliche möglich zu machen (acht Zähler Rückstand sind es zum rettenden Ufer). „Sie haben sehr viele Spiele unglücklich verloren und könnten eigentlich auch acht, neun oder zehn Punkte mehr haben. Sie haben sich oft gut verkauft, wie zuletzt auch in Osnabrück. Wir haben ganz viel Respekt vor Aalen.“

Pflücke, Litka, Dörfler und Holldack wittern ihre Chance

Auch ein Grund, warum der KFC Uerdingen ein anderes Gesicht zeigen könnte als zuletzt. Zum einen muss Heinemann zwangsweise dreimal wechseln, weil Stefan Aigner (Geld-Rot), Maximilian Beister (5. Gelbe) und Manuel Konrad (10. Gelbe) gesperrt ausfallen. Dadurch winkt den Jungspunden um Patrick Pflücke die Chance, in die Startelf zu rücken. Der 22-Jährige mit der Nummer zehn überzeugte in den letzten Spielen durch starke Leistungen und beherzte Auftritte. Maurice Litka, Johannes Dörfler und auch Jan Holldack könnten nun ebenfalls die Chance bekommen, sich dem Trainer zu empfehlen. „Holldack war verletzt, ist aber wieder spielfähig. Dörfler und Litka geben im Training immer Gas und sind genauso wichtig, wie auch die älteren Spieler. Wir müssen sehen, wer am besten ins Team und zum Gegner passt.“

Wechsel auf der Schlüsselposition

Denn der 54-Jährige denkt über einen Systemwechsel und eine andere Grundausrichtung nach. „Ich will nicht einen auf Huub Stevens machen, aber wir wollen erst mal die Null halten und sicher stehen.“

Eine defensivere Grundausrichtung gibt der Mannschaft möglicherweise mehr Sicherheit. Für Letzteres ist die „6“ eine Schlüsselposition. „Durch Sperren und Verletzungen fehlen uns jetzt die klassischen Sechser. Aber wir werden das auffangen und auf mehrere Schultern verteilen müssen“, so Heinemann. Dafür könnte Dennis Daube in Frage kommen, der wieder fit ist und sich im zentralen Mittelfeld sehr wohl fühlt.

Nur auf eines legt sich der Coach fest, ehe morgen das Abschlusstraining stattfindet und sich der blau-rote Tross auf den Weg nach Aalen macht. „Osayamen Osawe war zuletzt raus. Er wird wohl in Aalen von Anfang an spielen. Und dann werden wir mal sehen, wie wir das Team um ihn herum aufbauen“, gibt Heinemann einen kleinen Einblick in seine Planungen für das wichtige Spiel um den Klassenerhalt.

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