Kommentar: Pinguine wirken überfordert

Kommentar : Pinguine wirken überfordert

Pech gehabt? Unglücklich? Hätte, wenn und aber? Nein, Ausreden dürfen nicht weiter gelten. Die Krefeld Pinguine kassierten am Donnerstagabend im siebten Spiel die siebte Saison-Pleite. Diesmal war es wieder einmal Bremerhaven, der Angstgegner der Schwarz-Gelben von der Westparkstraße, der stärker war und zur Recht mit 6:2 gewann.

Jetzt mal ehrlich: Diese Mannschaft, die in die Corona-Spielzeit geschickt und vor Spiel eins noch einmal ordentlich durcheinander gewirbelt wurde, macht nicht den Eindruck, als wäre sie den Aufgaben, die ein Team in der Deutschen Eishockey Liga zu bewältigen hat, gewachsen. Krefeld macht es den Gegnern viel zu leicht, offenbart eklatante Schwächen in der Offensive und Defensive. Die Gesamtkonstellation stimmt einfach nicht. Die Qualität fehlt.

Krefelds Eishockeyfans haben in den vergangenen Jahren einiges durchmachen müssen. Auf- und abseits der Eisfläche wurden die schwarz-gelben Nerven strapaziert.. Dennoch war die Hoffnung vor jedem Spiel, dem Gegner ein Bein stellen und punkten zu können, immer da. In dieser Corona-Saison ist selbst dieses Gefühl bei vielen der treuen Anhänger verloren gegangen. Traurig. Und wenn nicht ein mittelgroßes Wunder geschieht, dann werden die Pinguine auch in diesem Jahr zuschauen müssen, wenn sich die Besten der DEL in den Play-offs messen. Aktuell sind sie als einziges Team der Liga ohne einen Punktgewinn - und das nach sieben Spielen...