1. Moers Niederrhein

Moers machen - neue Perspektiven für das Stadtmarketing

Neue Perspektiven für das Stadtmarketing : Moers machen

„Was machen Sie eigentlich seit einem Jahr hier?“ Klar, man könnte die Frage feiner verpacken, aber es geht ja hier um’s Machen. Michael Kersting schmunzelt.

Anfang 2023 übernahm der 35-Jährige die Geschäftsführung der Moers Marketing Gmbh – „und die Frage war dann tatsächlich ‚Was wollen wir machen‘?“ Die Antwort: Ein vollständiges Stadtmarketing entwickeln.

Wie hat er’s gemacht?

Ein vollständiges Stadtmarketing will auch die Stadt Moers. Kommunikation, Tourismusmarketing, Citymarketing und Eventmarketing definiert Kersting bei Amtsantritt als die vier neuen Säulen der GmbH. Und Kerstings Konzept überzeugt, es gibt mehr Geld. Dafür bekommt Moers zukünftig ein vollständiges Stadtmarketing, das sich um die wichtige Frage kümmert: „Was macht Moers attraktiv und wie machen wir Standortqualitäten sichtbar?“

#MoersMacherInnen

Dafür sei gute Kommunikation unerlässlich. David Weierstahl kümmert sich seit Juli 2023 um diesen Bereich. Das neue Corporate Design ist auf den Weg gebracht: Das neue Logo steht, der Relaunch der Website ist erfolgt. Außerdem ist die Kampagne #MoersMacherInnen gestartet und damit ein neues Kapitel in Sachen Social Media: „Es geht auf unseren Kanälen nicht mehr nur um reine Information, sondern ums Storytelling“, erzählt Weierstahl. Gemeinsam mit Michael Kersting besucht er die Geschäfte in der Innenstadt, erstellt Social Media Beiträge und Storys, „um Gesichter zu zeigen und neue Narrative zu bilden“: „Wir nutzen unsere Reichweite, um die Geschichten der Geschäfte und ihrer Personen zu erzählen.“ Funktioniert übrigens auch für touristische Zwecke.

Moers machen geht nur gemeinsam

Am Anfang des Jahres folgte das 1. Netzwerktreffen #MoersMacherInnen. Knapp 100 Akteurinnen und Akteure aus der Innenstadt kamen zusammen. Moers Marketing stellte sich als Motor und Moderator vor. „Wir sind Ansprechpartner für die Geschäftstreibenden der Innenstadt. Citymarketing bedeutet, eine Kümmererfunktion zu haben“, betont Michael Kersting. Sorgen, Probleme, Ideen – die Türe stehe allen offen: „Als Partner der Geschäftstreibenden wollen wir Impulse geben, dass man hier in Moers gut wirtschaften kann.“ Danach gab‘s ein Social Media-Referat. Denn anstatt übers Online zu meckern, sollen Lösungsansätze präsentiert werden, wie Offline vom Online profitieren kann. „Beides hat seine Berechtigung“, findet Kersting und ist sich sicher: „Ein authentischer Social Media-Auftritt kann helfen die Leute ins stationäre Geschäft zu bekommen.“

Moers macht nun Stadtgutscheine

Moers Marketing macht’s auch konkret: Michael Kersting stellte beim Netzwerktreffen den 1. Moerser Stadtgutschein vor. „Das ist keine Erfindung von uns, das hat sich in anderen Städten schon lange bewährt“, berichtet Kersting und leistete im Vorfeld mit seinem Team hauptsächlich Überzeugungsarbeit bei den Geschäftsinhaberinnen und -inhabern in der Moerser Innenstadt, weil’s für die Grafenstadt dann doch was Neues ist. Die Argumente: Kaufkraft in der Stadt binden, Umsätze lokaler Geschäfte fördern, Sichtbarkeit erzeugen, für lokales Einkaufen sensibilisieren und einfach umzusetzen. Überzeugt!

  • Simon Arens (links) im Interview mit
    Simon Arens : Social Media-Gesicht der Pinguine
  • Szenische Lesung von „Jenseits von Moers“
    Interview-Band : “Jenseits von Moers“
  • Anbauen und ausgeben: ja; gemeinsam rauchen:
    HanfWerk Moers steht vor großen Herausforderungen : Kein Kiffen im Cannabis Club

Moers macht weiter Events

Moers Marketing macht nun zwar ziemlich viel neu, aber vergisst auch das Bewährte nicht. „Im Bereich Eventmarketing war die Moers Marketing GmbH schon immer stark aufgestellt“, sagt Michael Kersting. Die Stadtfeste, Trödelmärkte, Kirmes, Weihnachtsmarkt – das bleibt natürlich.

Was macht Moers aus?

„Die Moerserinnen und die Moerser sind in ihre Stadt verliebt“, meint Michael Kersting. Und er findet: Zurecht! „Moers hat überzeugende Standortqualitäten. Mit Blick auf die Innenstadt: guter Einzelhandelsmix, starke Gastronomie, wichtige Filialisten und wenig Leerstand!“ Darauf dürfe man sich nicht ausruhen. Man müsse proaktiv werden, damit die Stadt stark bleibt: „Es geht darum, die guten Strukturen zu erhalten, Impulse für die Zukunft zu geben und noch besser zu werden.“ Weiterzumachen.