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15. Rock-it!-Festival im Bollwerk 107: Ein guter Start

15. Rock-it!-Festival im Bollwerk 107 : Ein guter Start

Zum 15. Mal steigt am 14. und 15. April das Rock-it-Festival im Bollwerk 107. An zwei Tagen gibt’s auf zwei Bühnen insgesamt 19 Acts von Singer-Songerwriter über Punk, Rock, Pop, Folk und Hardcore bis - zum ersten Mal: Schlager!

„Das hätten auch nicht gedacht, dass wir hier mal Schlager haben“, sagt Bollwerk-Kulturreferent Jons Heiner und sichert gleich mal ab: „mit Augenzwinkern“ sei „Ein Rosenkavalier“ und jedenfalls nicht komplett ironiefrei. Immerhin hat der Moerser Schlagersänger die Einladung, Deutschland beim ESC zu vertreten, abgelehnt mit den Worten: „Wir müssen Verlierer bleiben.“

Vielleicht liegt’s auch am vorgerückten Alter des ehrenamtlichen Orga- und Kuratorenteams. „Wir sind jetzt alle im Studierendenalter“, sagt Laura Oppalach über sich und ihre ungefähr zehn bis 15 Mitstreiter. „Wir haben wahrscheinlich die demokratischste Bandauswahl“, ergänzt Bollwerk-Kulturreferentin Tina Bergs, mit 15 Leuten über Musik zu diskutieren tut sich wahrscheinlich niemand sonst an.

Ein Rosenkavalier ist der einzige Schlager-Act im Programm, das praktisch alle Genres abdeckt. „Das Schöne ist: Es ist super abwechslungsreich“, sagt Jons Heiner, „man kann schön zwischen Halle und Kneipe pendeln.“ Und zur Not ist draußen ja auch jede Menge Platz. „Bei uns ist es wild durcheinander“, sagt Tina Bergs zum Programm. „Und es sind ja nicht nur Newcomer“, sagt Laura Oppalach. Viele der Musiker haben schon eine richtige Geschichte mit dem Rock-it und dem Bollwerk. Viele der Organisatoren auch: „Sie studieren zum Teil Kulturmanagement oder Veranstaltung, kommen aber fürs Festival wieder“, sagt Jons Heiner. Um dann zum Beispiel als Backliner die Bands zu betreuen oder um fleißig zu netzwerken. „Das Rock-it ist schon auch ein Szenespiegelbild.“

Schon seit zehn Jahren Singer-Songwriterin und mit zarten 15 zum ersten Mal beim Rock-it gewesen ist AL, eigentlich Anna-Lena, die am Samstag in der Kneipe spielt. Melancholisch und ehrlich ist ihre Musik mit viel Raum für Emotionen. Hallways aus Bochum beschreiben ihre Musik als melodischen Hardcore, „aber das ’melodisch‘ streichen wahrscheinlich viele“, lacht Tina Bergs. Epischen Dark Alternative Pop machen Himitzu aus dem Ruhrgebiet, feministisch sind sie auch, sagt Laura Oppalach. Känk aus Rheinberg bewegen sich zwischen Punkrock und Metal. Milen aus Köln machen Alternative Pop mit Hip Hop und Soul und haben schon den Udo-Lindenberg-Preis für die beste Hermann-Hesse-Vertonung gewonnen. Phätte Zeiten aus Harsewinkel tragen das musikalische Versprechen schon im Namen. Rock mit Ecken und Kanten gibt’s bei Treffpunkt Jane, während Mokes aus Kleve „Depressionismus zum Tanzen“ mitbringen. Impro mit Synthesizern machen Nilsonsoma aus Bonn, wobei Jons Heiner sich nicht sicher ist, ob die sich „Nilsons Oma“ oder „Nilson Soma“ aussprechen ... Solisten im Programm sind Noah Warwel, den man in Moers nicht mehr vorstellen muss, Timur Bambil aus Herne und Fabian Kühn aus Köln. Die Duisburgerin Stina Holmquist kann’s auch alleine, wie sie bei der Pressekonferenz beweist, bringt zum Rock-it aber eine Band mit.

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Für viele der erwarteten rund 400 Zuschauer dürfte Rock-it wieder das erste Mal sein. „Stell dir vor, du warst 15, als Corona losging, dann hat du bis 18 möglicherweise kein Konzert sehen können“, sagt Jons Heiner. Das Rock-it ist auf jeden Fall ein guter Start - Eintritt frei für Alle!