1. Krefeld

Check In Berufswelt​

Check In Berufswelt : Mehr als 500 freie Ausbildungsplätze in der Region

244 Unternehmen und Institutionen aus der Region beteiligen sich an der Aktion „Check In Berufswelt“ und bieten mehr als 500 Ausbildungsplätze an.

Am Mittwoch machten die Show-Trucks des Arbeitgeberverbandes Metall- und Elektroindustrie und der Bundeswehr Halt auf dem Außengelände der Agentur für Arbeit Krefeld. Junge Menschen aus der Stadt und ihrer Umgebung konnten sich aber auch über viele weitere Berufsfelder informieren, denn zahlreiche Arbeitgeber aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Handel und öffentlicher Dienst präsentierten ihre Betriebe und mögliche Ausbildungsberufe. Ein Schwerpunkt lag auf der Möglichkeit des dualen Studiums: „Wer diesen Weg wählt, kann während der Ausbildung Berufserfahrung sammeln und vielleicht schon etwas Geld für das anschließende Studium zurücklegen“, betonte Eckart Preen, Wirtschaftsdezernent der Stadt Krefeld, bei der Eröffnung der Veranstaltung. Auch nach dem Studium eröffnen sich meist gute Chancen, denn viele Absolventen kehren zu ihrem Ausbildungsbetrieb zurück: Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Die 14. Veranstaltung „Check In Berufswelt“ sei eine hervorragende Gelegenheit für die Jugendlichen, sich zu orientieren und mit möglichen Ausbildungsbetrieben Kontakt aufzunehmen, so Daniela Permer, als IHK-Geschäftsführerin zuständig für berufliche Bildung: „Jedes Jahr werden etwa 4000 neue Azubis in der Region eingestellt.“ Allein die an der „Check In“ beteiligten Unternehmen aus den Gebieten Krefeld, Mönchengladbach, Viersen und Neuss haben noch mehr als 500 freie Ausbildungsplätze für 2023 zu bieten: „Da dürfte für jeden, der noch sucht, etwas dabei sein.“

Katrin Schulz, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Claudio Schmickler den Show-Truck des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall betreut, freut sich besonders darüber, dass sich immer mehr Mädchen für einstige „typische Männerberufe“ begeistern können. Da die metallverarbeitende Industrie händeringend Nachwuchs suche, sei dies eine wichtige Entwicklung: „Wir versuchen in unserem Truck mit Klischees und Vorurteilen aufzuräumen. Viele stellen sich laute und dreckige Arbeitsplätze vor, an denen man monotone Arbeitsabläufe verrichtet. Das ist aber längst nicht mehr so, in der Industrie steht inzwischen die Teamarbeit und viel mehr Verantwortung der Mitarbeiter im Vordergrund.“ Etwa fünfzig Berufe – von MechanikerIn und ElektronikerIn über die IT-Berufe und Industriekaufleute bis zum Dualen Studium der Ingenieurwissenschaften – bieten sich allein in der Metall- und Elektroindustrie an, die in Krefeld bekanntermaßen mit großen Betrieben recht stark vertreten ist. Im Show-Truck konnten die Jugendlichen unter anderem eine echte Fras-Maschine in Gang setzen und beobachten, wie computergesteuert ein Motiv in eine Metallplatte eingraviert wurde. Viele der angehenden Azubis, die bisher nur vage Vorstellungen haben und „irgendwas mit Kfz“ machen wollen, konnten sich hier neue Anregungen holen und den ganzen Bereich der Metall- und Elektroberufe kennenlernen.

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Am heutigen Mittwoch findet die Check In Berufswelt ihren Abschluss in Neuss, doch die Nachwirkungen werden noch lange spürbar sein: Viele Jugendliche haben während der Veranstaltung Praktika vereinbart, die sie im Laufe des Jahres in den einzelnen Betrieben absolvieren werden.