Ach, übrigens...: Große Sorge um Herzensverein

Ach, übrigens... : Große Sorge um Herzensverein

32 Jahre ist es her, damals war ich sieben, als ich in der „alten Dame“ Rheinlandhalle mein erstes Eishockeyspiel sah. Der schwarz-gelbe Virus infizierte mich sofort.

Seit nunmehr 17 Jahren gehört der KEV, gehören die Pinguine, zu meinem beruflichen Alltag. Ich darf über meinen Herzensverein schreiben, fieber – bei aller Neutralität – mit. Und ja, ich leide auch. Der Job bringt es mit sich, dass man häufig Dinge erfährt, die es einzuordnen gilt. Emotionen sollten dabei, so schwer es manchmal fällt, außen vor bleiben. Die aktuelle Situation besorgt mich allerdings sehr. So eng, wie in diesen Tagen, war es noch nie. Die Zukunft des DEL-Standorts ist dramatisch gefährdet.

„Der Eissport gehört zu Krefelds DNA“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer anlässlich des 80-jährigen Bestehens 2016. Nicht auszudenken, wenn die Westparkstraße wohlmöglich bereits 2020 von der Eishockey-Landkarte verschwindet. Apropos OB Meyer: Das Stadtoberhaupt äußerte sich trotz Anfrage bislang öffentlich nicht zur „Causa Pinguine“. Bedauerlich!

Ach, übrigens: Krefelds Eishockeyfans haben mit der beeindruckenden Demonstration vom Sonntag ein Zeichen gesetzt. Ich bin so frei und übernehme ihr Motto: „Krefeld muss bleiben!“

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