Ach, übrigens...: Finger weg von der „Fluppe“

Ach, übrigens... : Finger weg von der „Fluppe“

So manche „Vorschreiberitis“ seitens der Politik erscheint uns unangebracht und befremdlich. Es gibt einfach Bereiche im Privatleben eines jeden Einzelnen, die nicht stringent durch Vorschriften oder Gesetze geregelt werden müssen.

Der neueste Vorstoß aus dem Düsseldorfer Landtag fällt allerdings nicht darunter. Geht es nach CDU, FDP, SPD und Grüne, bleiben Autos auf deutschen Straßen in Zukunft rauchfrei, wenn sich Minderjährige oder Schwangere an Bord befinden. Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums liegt die Schadstoffkonzentration in einem verrauchten Auto fünf Mal so hoch wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar, heißt es in dem NRW-Antrag, der in den Bundesrat eingebracht werden soll. Ach, übrigens: Ich finde, es ist schlimm genug, dass es überhaupt eines Gesetzes bedarf. Jeder vernünftig denkende Mensch sollte von sich aus auf die Idee kommen, dass die Fluppe im Beisein von Kindern und Schwangeren nicht angezündet werden sollte! Gut, dass ein solches Fehlverhalten hoffentlich bald schon sanktioniert werden kann.

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