: Schnellere Rettung in Tönisvorst

: Schnellere Rettung in Tönisvorst

Der Rettungsdienst wird in der Stadt Tönisvorst bei Notfällen ab sofort noch schneller vor Ort sein. Landrat Dr. Andreas Coenen hat die neue Interims-Rettungswache eröffnet. Sie befindet sich in einem Gebäudeteil des früheren Standorts der Firma Hefe van Haag am Tempelsweg 46 in Tönisvorst. Dort ist seit dem 1. Juli ein Rettungswagen (RTW) mit Besatzung rund um die Uhr einsatzbereit.

Bei der Eröffnung sprach Landrat Dr. Andreas Coenen noch einmal die Dringlichkeit an, mit der der Kreis als Träger des Rettungsdienstes in Tönisvorst tätig werden musste: „Als das Gutachten zum Rettungsdienst im Kreis Viersen gezeigt hatte, dass in St. Tönis übermäßig viele Überschreitungen der Hilfsfristen vorliegen, war sofort klar, dass wir zügig handeln müssen. Und es war auch klar, dass wir einen neuen Standort für eine Rettungswache schaffen müssen.“

Tönisvorsts BürgermeisterThomas Goßen lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Viersen: „Mir war wichtig, dass das Problem schnell gelöst werden musste – unabhängig von der Interimslösung. Mit vereinten Kräften ist es dann schnell gelungen, eine sehr gute Lösung zu finden, liegt die Rettungswache doch strategisch optimal zwischen den beiden Ortsteilen von Vorst und St. Tönis.“

Das angemietete, gut 1.100 Quadratmeter große, Gebäude hat den Vorteil, dass dort schon eine Fahrzeughalle und eine Waschhalle untergebracht waren. Nach dem Raumplan des Kreises hat der Vermieter Hefe van Haag die anliegenden Räume auf den Dauerbetrieb im Rettungsdienst zugeschnitten. Bei den Umbauarbeiten wurden ein Desinfektionsraum, ein Bereich zum Umziehen, ein Sanitärbereich, Ruheräume sowie Schulungs- und Prüfungsräume geschaffen. Geplant wurde der Umbau von der Tönisvorster Architektin Angelika Feller. Zwischen der Unterzeichnung des Mietvertrags und dem Bezug der Rettungswache lagen nur knapp drei Monate. 40 Handwerksfirmen kamen dabei zum Einsatz – davon zwölf direkt aus dem Kreis Viersen.

Innerhalb kürzester Zeit mussten die Mitarbeiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und der Abteilung Gebäudemanagement auch die Inneneinrichtung konzipieren. Dazu gehörten alltäglich Gegenstände wie Spindschränke, Küchenausstattung und Betten, aber auch medizinische Geräte und 180 verschiedene medizinische Artikel und Verbrauchsmaterial.

Zehn zusätzlich eingestellte Mitarbeiter für das Einsatzpersonal werden dafür sorgen, dass der neue Rettungswagen rund um die Uhr in Bereitschaft ist, um bei Notfällen in Tönisvorst schnell vor Ort zu sein.

Mehr von Mein Krefeld