Projekt an Grefrather Schule: Schlaflose Nächte dank „Babysimulator“

Projekt an Grefrather Schule : Schlaflose Nächte dank „Babysimulator“

Wie fühlt es sich an, ein Baby zu versorgen? Jugendliche aus der Schule an der Dorenburg haben sich auf ein Experiment eingelassen.

14 Achtklässler der Schule an der Dorenburg sahen zwei Wochen vor Ferienbeginn besonders müde aus. Sie haben aber nicht bis spät in die Nacht mit Freunden gechillt oder vor dem PC gehangen, sie haben auf ihr „Baby“ aufgepasst. Die Mädchen und Jungen durften beim Projekt „Elternbedenkzeit“ vom SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) Viersen mitmachen. Drei Tage und Nächte versorgten sie einen Babysimulator, eine Puppe mit dem Gewicht und den Maßen eines Neugeborenen.

Die Simulatoren haben viel Technik eingebaut und verhalten sich fast wie echte Babys: Sie schreien, wenn sie Hunger haben, nörgeln, wenn die Windel voll ist und müssen nach einer Mahlzeit ein Bäuerchen machen. Für die Teenager bedeutete das: schreit das Baby, muss ich mich darum kümmern – und das 24 Stunden am Tag. Das Schulprojekt will damit den Jugendlichen aufzeigen, was es bedeutet, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen – und warum das Wissen um eine richtige Verhütung so wichtig ist.

Nebenbei erhielten die Achtklässler Unterricht zu Themen wie Umgang mit einem Baby, Partnerschaft, Drogen und Alkohol in der Schwangerschaft – und eben Verhütung.

Kurz vor dem Wochenende konnten die Sekundarschüler ihre Babypuppen wieder abgeben. Alle haben begeistert an dem Projekt teilgenommen, waren aber auch froh darüber, die Verantwortung abgeben und endlich wieder durchschlafen zu können.

Die einstimmige Meinung am Ende des Projekts: „Ein Kind bekommen – jetzt? Nein, dafür lassen wir uns noch ganz viel Zeit!“

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