Bürger-Ideen für die Stadt der Zukunft: Nicht nur meckern, sondern (mit)machen

Bürger-Ideen für die Stadt der Zukunft : Nicht nur meckern, sondern (mit)machen

Seine Stadt und damit seinen Lebensraum selbst gestalten, seinen Teil beitragen - dazu bietet die Stadt Tönisvorst Gelegenheit. Unter dem Namen „Heimatidee“ können Tönisvorster Bürger ihre Ideen für das Stadtentwicklungskonzept einbringen - ganz einfach per Smartphone.

Etwas spärlich besetzt war das Forum Corneliusfeld in der vergangenen Woche. Nur gut 50 Bürger fanden den Weg zur Auftaktveranstaltung für das Stadtentwicklungskonzept Tönisvorst 2035 (STEK), bei dem die Ideen und Wünsche der Bürger im Mittelpunkt stehen. Und davon sind, trotz des zurückhaltenden Besuchs in der letzten Woche, schon einige eingefangen. „Abends kommen mir zu Hause einige Ideen, die gebe ich dann ganz einfach über das Handy ein“, sagt Malte Eich (38), der mit seiner Lebenspartnerin und seiner Tochter in St. Tönis wohnt. So wie er, halten es auch andere, denn über das Portal www.toenisvorst.

heimatidee.de kann sich jeder ganz einfach beteiligen. Spielplätze, Ausbau von Fahrradwegen, Baumpflanzungen oder Neubaugebiete bzw. der Ausbau bestehender Stadtteile, einiges kommt da zusammen. „Einfacher geht es doch gar nicht, so kann sich zumindest jeder einbringen. Ist halt nur die Frage, was davon auch umgesetzt werden kann“, so Marc Jirke (47) aus Vorst. Letzteres soll zukünftig geklärt werden. Unter anderem bei zwei Stadtspaziergängen im November (16. November, ab 10 Uhr), bei denen über Chancen und Potenziale in der Umsetzung gesprochen wird. Die Spaziergänge folgen dabei einer festgelegten Route von rund zwei Kilometern. Bei Bedarf können jedoch kleinere Umwege oder Routenänderungen vorgenommen werden. „Mit Hilfe des STEK Tönisvorst 2035 wird ein Orientierungsrahmen für die Stadtentwicklung der nächsten 10 bis 15 Jahre erarbeitet, der Leitlinien und Ziele sowie konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen beinhaltet. Das STEK Tönisvorst 2035 verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, in dem unterschiedliche Themenfelder Berücksichtigung finden und sowohl gesamtstädtische als auch stadtteilbezogene Ansätze berücksichtigt werden“, heißt es von Seiten der Stadt. Mit der Erarbeitung des Konzeptes ist das Büro post welters + partner aus Dortmund beauftragt.

Nicht nur die eigenen Ideen der Bürger sind hierbei gefragt. Über das Portal „Heimatliebe“ stellt die Stadt zudem „Fragen der Woche“, deren Beantwortung mit dazu beitragen sollen herauszufinden, wo der Schuh drückt.

Mehr von Mein Krefeld