Missstände: Kreis Viersen schließt Beatmungswohngemeinschaft

Missstände: Kreis Viersen schließt Beatmungswohngemeinschaft

Der Kreis Viersen hat gestern Abend eine Beatmungs-Wohngemeinschaft in Willich-Wekeln geschlossen. Es handelt sich um eine Pflegeeinrichtung, in der sieben Menschen untergebracht waren, die in unterschiedlichem Umfang beatmet werden müssen.

Die Einrichtung unterliegt der Kontrolle des Kreises Viersen als Aufsicht nach dem Wohn-und Teilhabegesetz und als Gesundheitsbehörde.

Bereits in der vergangenen Woche wurden Missstände hinsichtlich Körperpflege, Raumhygiene und medizinischer Pflege festgestellt. Der Betreiberfirma wurde vom Kreis die fachgerechte Reinigung der Einrichtung und ordnungsgemäße Pflege per Verfügung aufgegeben, die Nachkontrolle am Montag, 11. Februar ergab, dass sich die Zustände nicht verändert hatten und die Mängel nicht abgestellt worden waren.

Daher hat der Kreis die Einrichtung geschlossen und die Bewohner in andere Einrichtungen in den Städten Viersen, Krefeld und Gladbeck verlegt, in denen die fachgerechte Pflege sichergestellt wird.

Der Umzug der Beatmungspatienten dauerte den ganzen Abend an. Er fand unter strengen hygienischen Bedingungen statt und wurde von DRK und freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Viersen unterstützt.

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