Bestell-Betrug: 15-jähriger Kempener lässt Waren zu falschen Adressen liefern

Bestell-Betrug : 15-jähriger Kempener lässt Waren zu falschen Adressen liefern

Der Hinweis eines Paketzustellers führte zu Ermittlungen zu einem Warenbetrug in Kempen: Der Zusteller lieferte an einem Haus in Kempen Pakete aus, in dem augenscheinlich niemand mehr wohnte.

Der Besteller hatte den Zusteller schriftlich ermächtigt, die Pakete einfach vor das Haus zu legen. Erste Ermittlungen erhärteten den Verdacht auf einen Warenbetrug. Eine mehrstündige Observation des Objekts führte schließlich zur vorläufigen Festnahme eines Tatverdächtigen. Dabei handelt es sich um einen 15-jährigen Schüler aus Kempen.

Bei der Durchsuchung seines Zimmers im elterlichen Haus stellten die Einsatzkräfte Beweismaterial sicher. Erste Auswertungen hierzu bestätigten die Vermutung, dass der Schüler sich noch an eine weitere Adresse in Tönisvorst Pakte hatte schicken lassen. Auch diese wurden vor die Haustür gelegt.

Außerdem wurden weitere Anschriften in Kempen und Tönisvorst bekannt, die möglicherseise ebenfalls als Lieferanschriften für betrügerische Warenbestellungen benutzt wurden. Der Schüler muss sich nun wegen des Verdachts des Warenkreditbetruges in einer Vielzahl von Fällen mit erheblichem Schadensumfang verantworten. Die Ermittlungen dauern an.