1. Die Stadt

Zukunft des alten Stadtbades Neusser Straße

Debatte um altes Stadtbad : Gesundheits- oder Gründercenter

Drei Konzepte zur Nutzung des alten Stadtbades an der Neusser Straße liegen vor. Die Debatte um das beste ist eröffnet.

Die Stadt Krefeld hat eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung des alten Stadtbades an der Neusser Straße vorgestellt. Das Büro Kolb Ripke-Gesellschaft von Architekten aus Berlin entwickelte drei Nutzungskonzepte. Diese reichen von einem Sport- und Gesundheitsbad bis zu einem Kultur- und Gründerzentrum „Stadt – Bad – Quartier“ ohne Bad sowie einer Mischform aus beiden.

 „Wir können heute einen weiteren Meilenstein setzen. Nun benötigen wir ein Signal aus der Politik an die Verwaltung, wie es weitergehen soll“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. Danach können die Pläne detailliert und somit Fördergelder beantragt werden.

Auf dem gut 10.000 Quadratmeter großen Areal befinden sich sechs Gebäude mit verschiedenen Nutzungsvoraussetzungen. „Es ist ein sehr komplexes Gebäudeensemble“, sagt Thomas Kolb von Kolb Ripke.

Im Einzelnen stellen sich die Konzepte wie folgt dar:

Der Entwurf zu Konzept 1 – Gründerzentrum, Kultur und Soziales mit Sportbad sieht unter anderem die Reaktivierung des Herrenbads als Sport- und Vereinsbad sowie die Umnutzung des Damenbads zu einer multifunktionalen Kultur- und Veranstaltungshalle vor. „Es deckt eine Nische ab, die es so in der Region nicht gibt“, so Kolb. Die geschätzten Kosten betragen rund 29,4 Millionen Euro.

Konzept 2 – Haus der Gesundheit, Sport und Gesundheitsbad – hat im Entwurf unter anderem die Reaktivierung der Badnutzung durch Ergänzung von Spa-, Fitness- und Saunaangeboten zum Sport- und Gesundheitsbad als Ziel. Das Angebot wird durch eine Markthalle und ein Haus der Gesundheit für ganzheitliche Medizin abgerundet. Die benachbarte Kindertageseinrichtung wird vergrößert und mit einem Quartierszentrum ergänzt. Die geschätzten Kosten betragen rund 42 Millionen Euro.

Konzept 3 – Kultur- und Gründerzentrum „Stadt - Bad – Quartier“ – nutzt den Wegfall des Badbetriebes zur Grundlage einer nutzungsoffenen, stufenweisen Entwicklung des Areals. Mit dem Konzept wird der große Bedarf der Gründer- und Kreativszene an Flächenangeboten im Verbund mit der Förderung lokaler Initiativen und Angeboten der Daseinsvorsorge kombiniert, um eine Entwicklung aus dem Quartier heraus und in das Quartier hinein auszulösen. Die Stadt favorisiert diese Variante, deren geschätzten Kosten rund 23,7 Millionen Euro betragen.