1. Die Stadt

Zonta says no in Krefeld

„Zonta says no“ : Orange Leuchtzeichen in Krefeld

Zum dritten Mal sagt der Zonta-Club Krefeld öffentlich sichtbar „Nein!“ zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

In Krefeld werden am Donnerstag, 25. November, ab Einbruch der Dunkelheit das Rathaus, das Stadttheater, die Mediothek, das Stadtpalais, das Portal des Moltkegymnasiums, das Geschäftsgebäude der SWK und zwei Bauten der Hochschule Niederrhein sowie erstmals die Königstraße in Orange erstrahlen. Dabei beteiligt sich der Zonta -Club Krefeld an der weltweiten Kampagne von Zonta international in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen. Die Beleuchtung des Stadtpalais wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Currenta , die Beleuchtung der Königsstraße durch die Werbegemeinschaft und die Beleuchtung des Moltkegymnasiums, das in diesem Jahr als erste Schule Krefelds mitmacht, durch den Förderverein des Moltkegymnasiums. Am Vortag findet am Moltkegymnasium eine Informationsveranstaltung für die Schülerinnen und Schüler statt. Krefelderinnen und Krefelder sind ab 17.30 Uhr eingeladen sich zu informieren: Am Café de Paris zwischen Theater und Mediothek sprechen unter anderem Zonta-Club-Präsidentin Dr. Kirsten Echternach, Bürgermeisterin Kerstin Jensen und die Polizeipräsidentin Christine Frücht zu dem Thema. Spendeneinnahmen dieser Veranstaltung werden für die Schutzwohnungen für von Gewalt betroffene Frauen des SKF in Krefeld verwendet, das Projekt hat also einen direkten lokalen Bezug zum weltweiten Thema.

Seit mehreren Jahren finden die wöchentlichen Montagslesungen vor der Uerdinger Bücherei statt, die vom Arbeitskreis „Erhalt Bücherei Uerdingen” organisiert und von wechselnden Vortragenden gestaltet werden. Am Montag, 22. November, lesen vier Frauen des ZONTA Clubs Krefeld am Rhein Geschichten, Reden und Gedanken starker, aber auch von Gewalt betroffener Frauen. Anlässlich der Lesung werden die Uerdinger Herbertzhäuser am Marktplatz im orangenen Licht erstrahlen. Den Anfang um 18.30 Uhr macht Gabi Hötter mit Elke Heidenreichs Vorwort zum Buch „Frauen, die lesen, sind gefährlich“. Claudia Ellinghoven widmet sich mit dem Kapitel „Letzter Abend“ aus „Prügel: Eine ganz gewöhnliche Geschichte häuslicher Gewalt“ einer der schlimmsten Formen weiblicher Unterdrückung. Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstätte Villa Merländer, befasst sich in ihrem Beitrag aus dem Buch „Der Mut zum Überleben: Jüdische Frauen und ihre Familien in Nazideutschland“ wiederum mit der Kraft weiblichen Widerstands in der NS-Zeit. Zu guter Letzt zitiert Esther Jansen aus einer Rede der US-amerikanischen Autorin Naomi Wolf, die Frauen zur Konfrontation, zur Selbstbehauptung und Vernetzung motiviert.