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Kunst- und Kulturschaffende wenden sich an die Politik: „Wir müssen reden“

Kunst- und Kulturschaffende wenden sich an die Politik : „Wir müssen reden“

„Wir müssen reden“, lautet die Botschaft, die Kunst- und Kulturschaffende aus Krefeld am Montag an Politik und Verwaltung gesendet haben. Eine Initiative gleichen Namens fordert einen offenen Dialog, um „gemeinsam Lösungen gegen die akute, existentielle Bedrohung der freien Kulturlandschaft in Krefeld zu finden“.

Als Oberbürgermeister und Kulturdezernent hat Frank Meyer sofort reagiert und den Brief beantwortet. Er schreibt an die Initiatoren: „Wir sind uns einig, dass es hier um sehr viel geht: um Stadtkultur, um Lebensgefühl, aber auch um Wirtschaftskraft, um Standortqualität und vor allem natürlich um viele individuelle Existenzen. Insofern haben Sie recht: Wir müssen reden. Und wir tun das bereits. In einer Arbeitsgruppe, die auch mit Beteiligung der freien Szene organisiert wurde, diskutieren wir seit einigen Wochen die Corona-Folgen und mögliche Wege aus der Krise.“

In dieser Gruppe, die unter der Leitung der Kulturbeauftragten Dr. Gabriele König schon mehrfach getagt hat, geht es vor allem um mögliche Ersatzspielstätten, damit die Betreiber kleinerer Räume unter Corona-Bedingungen trotzdem Veranstaltungen organisieren können. Um die neu gegründete Initiative „Wir müssen reden“ an diesem Prozess zu beteiligen, hat der Oberbürgermeister zwei Vertreter in die Arbeitsgruppe eingeladen, um deren Ideen dort einzubringen. „Der große und sehr gemischte Kreis an Unterzeichnern zeigt auch, wie groß und allumfassend die derzeitigen Herausforderungen sind. Es wird deutlich, dass die Krise die Kultur im weiten Wortsinn erfasst hat: Künstler, Designer, Musiker, Schauspieler, aber auch Veranstalter, Gastronomen, Techniker, Club- und Galeriebesitzer – gemeint ist natürlich auch jeweils die weibliche Form – sowie weitere Gruppen, die auf die eine oder andere Weise davon leben, dass Menschen sich zusammenfinden und gemeinsam eine gute Zeit verbringen.“