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Krefeld: Das Corona-Update am Freitag: Wieder zwei Bewohner des „Haus Raphael“ verstorben

Krefeld: Das Corona-Update am Freitag : Wieder zwei Bewohner des „Haus Raphael“ verstorben

Auch am heutigen Freitag gibt es die neuesten „Corona-Fakten“ aus dem Krefelder Rathaus. Wie Stadtdirektorin Beate Zielke mitteilte, sind zwei weitere Bewohner (beide 89 Jahre alt) des Pflegheims „Haus Raphael“, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, verstorben.

Die Zahl der Todesfälle im „Haus Raphael“ stieg damit auf sechs an.

Bis Freitag stieg die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesten Krefelder um 13 Personen auf 373 an. Davon sind aktuell noch 104 Patienten erkrankt. 260 Personen gelten als wieder genesen. Im Krankenhaus werden 30 Menschen, die mit Covid-19 infiziert sind, behandelt. Nach wie vor werden davon neun intensivmedizinisch betreut, acht davon müssen beatmet werden. In häuslicher Quarantäne befinden sich 1220 Krefelder. Die Zahl der Verstorbenen erhöhte sich nun auf zehn.

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Wie Oberbürgermeister Frank Meyer berichtet, tagte am Morgen turnusmäßig der Krefelder Krisenstab. Zu diesem Zeitpunkt lag jedoch noch nicht die entsprechene Verordnung der NRW-Landesregierung vor, die regeln soll, wie die schrittweise Lockerung ab kommendem Montag gestaltet werden soll. Mittlerweile sei der Erlass im Rathaus eingetroffen. Details dazu sollen im Laufe des Samstag bekanntgegeben werden.

„Leider gibt es aber keine einheitliche Vorgehensweise im Bund. Dies hätte zu einer höheren Akzeptanz geführt“, ist sich Meyer sicher. Als Beispiel führte er die Regulierung im Einzelhandelsbereich auf. Es gilt: Läden mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter dürfen ab Montag wieder öffnen. Doch was geschieht, wenn ein Geschäft seine Fläche selbst begrenzt? „Ein Filialist darf seine Verkaufsfläche in Osnabrück beschränken und öffnen, in Münster jedoch nicht“, sagt Meyer kopfschüttelnd und fügt an: „Ich weiß auch nicht, wie ich noch jemandem erklären soll, wieso man in ein Möbelhaus darf, nicht jedoch in einen Gottesdienst.“

Ab Freitagabend läuten übrigens um 19 Uhr nicht nur die Glocken der christlichen Kirchen. Aus den Moscheen erklingt ab sofort abends immer ein Gebet des Muezzins, welches per Lautsprecher nach außen übertragen wird.

Einen „Krefelder Weg“ gibt es im Bereich der Kultureinrichtungen, die zunächst einmal geschlossen bleiben. OB Meyer und die Leiterin des Fachbereichs Kultur, Dr. Gabriele König, wollen sich am kommenden Mittwoch in einer Konferenz mit den Kulturschaffenden austauschen und danach erst im Einzelfall entscheiden.