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Sascha Stöckl startete eine besondere Reise: Von Krefeld auf die Zugspitze

Sascha Stöckl startete eine besondere Reise : Von Krefeld auf die Zugspitze

Sascha Stöckl startete am Freitag seine Wanderung von Krefeld zum höchsten Berg Deutschlands. Auf den Weg zur Zugspitze nimmt er weder Geld, Gepäck noch Vorräte mit. Bevor er los ging, sprach er mit dem Extra-Tipp.

Ein Startschuss ertönte nicht, als Sascha Stöckl am Freitag von der Stephanstraße in Krefeld aus seine Reise begann. Die Nachbarn wären wohl auch aus den Betten gefallen. Denn der 33-Jährige startete bereits in den frühen Morgenstunden. „Schließlich möchte ich am Sonntag bereits in Limburg an der Lahn ankommen“, sagte er mit spitzbübischem Grinsen, um dann strammen Schrittes los zu marschieren. Der Duisburger, der seit Jahresbeginn für den Verein „Gemeinsam e.V.“ in Krefeld arbeitet, hat wahrlich ein Abenteuer vor sich. Sascha Stöckl wandert zum höchsten Berg Deutschlands. Seine Tour zur Zugspitze ist jedoch mehr als nur eine persönliche Herausforderung. Der 33-Jährige nimmt weder Geld, Gepäck noch Vorräte mit und lebt von dem, was er findet. Mit der Aktion möchte er auf die Mitmenschen aufmerksam machen, die unter Altersarmut leiden und oftmals auch von der Hand in den Mund leben müssen und denen teilweise auch Obdachlosigkeit droht. Mit seiner Wanderung will er nun aktiv unterstützen und Spenden sammeln.

„Ich habe es vor drei Jahren schon einmal versucht, doch diese Reise musste ich in Mainz abbrechen“, berichtet der 33-Jährige und ergänzt: „Damals scheiterte ich am falschen Schuhwerk.“ Ein solcher Fehler wird ihm nun nicht mehr unterlaufen, sammelte Sascha Stöckl doch inzwischen einige Erfahrungen in Sachen „Abenteuerreisen“. Erst Ende 2020 kehrte er von einer Radtour zurück, die ihn von Barcelona aus in den Iran, die Türkei, Indien und sogar bis zum Nordkap führte. „Ein beeindruckendes Erlebnis“, sagt er.. Nun packt ihn erneut der Ehrgeiz. „Dennmit der Zugspitze habe ich schließlich noch eine Rechnung offen.“

Am Freitag dann war es endlich soweit. Seine ersten Stationen waren Dormagen, Köln und Siegburg. Heute nun will er Limburg an der Lahn erreichen, ehe es weiter geht über Wiesbaden, Mainz, Weinheim, Sinsheim, Winnenden, Schorndorf , Göppingen, Ulm und Memmingen. Die Ankunft an der Zugspitze ist für den 12. September geplant. „Ich muss natürlich schauen, wie es unterwegs läuft und wie die Witterungsverhältnisse sind. Natürlich kann es immer mal zu einer Verschiebung kommen“, so Stöckl.

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Sicher ist hingegen, dass es für den Wanderer auf der Strecke keine Verpflegungssicherheit geben wird. Denn in seinem Rucksack befinden sich lediglich eine kleine Lampe, eine Deutschlandkarte sowie ein Kompass. „Mein Handy nehme ich auch mit, aber nicht zur Navigation, sondern um alles zu dokumentieren und in den Sozialen Netzwerken auf die Reise aufmerksam zu machen“, stellt Stöckl, der auf die Mitnahme von Proviant verzichtet, klar. „Ich werde das essen, was so am Wegesrand wächst.“

Weitere Informationen zu seiner außergewöhnlichen Tour und zur Spendenmöglichkeit finden Sie online unter www.saschas-reise.de.