1. Die Stadt

Werbegemeinschaft beklagt Verbot der Verkaufsoffenen Sonntage: „Unsere Mitarbeiter haben sich gefreut“

Werbegemeinschaft beklagt Verbot der Verkaufsoffenen Sonntage : „Unsere Mitarbeiter haben sich gefreut“

Christoph Borgmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Krefeld, hat kein Verständnis für das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster, welches in dieser Woche die geplanten verkaufsoffenen Sonntage im Dezember kippte.

  „Das Wohl und Wehe des Handels hängt nicht an den Verkaufsoffenen Sonntagen, aber sie hätten uns trotzdem gut getan“, sagt Christoph Borgmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Krefeld und ergänzt:  „Aber es passt irgendwie zu diesem Jahr, dass auch diese nun gekippt wurden.“ Das Oberverwaltungsgericht in Münster gab einer Klage der Gewerkschaft „verdi“ statt und untersagte die in der Coronaschutzverordnung des Landes NRW zugesagten Verkaufsoffenen Sonntag im Dezember sowie am 3. Januar. „Ich kann die Handlungsweise von verdi tatsächlich nicht nachvollziehen, da sie sich gegen die Interessen der Mitarbeiter richtet“, so Borgmann, der seinen Angestellten freigestellt hatte, ob sie sonntags arbeiten möchten oder nicht. „Die Nachfrage war riesig, innerhalb von 20 Minuten war die Liste voll“, berichtet der Einzelhändler. „Es war für keinen von uns ein leichtes Jahr, und da ist es durchaus attraktiv sonntags zu arbeiten.“

Der Sinn der Verkaufsoffenen Sonntag, dies betont die Werbegemeinschaft Krefeld abermals, lag darin, das Einkaufsgeschehen in der Vorweihnachtszeit sowie zum Jahreswechsel zu entzerren. Eine Konzentration auf die Samstage sollte so verhindert werden.

  • Christoph Borgmann ist Vorsitzender der Werbegemeinschaft
    Krefeld. : Der Handel zeigt sich solidarisch
  • Die Mitglieder der Werbegemeinschaft Krefeld um
    Krefeld. : „Kunden sind froh, dass wir da sind“
  • Stadt Krefeld bedauert Urteil des Oberverwaltungsgerichts : Gericht kippt verkaufsoffene Sonntage

Ohnehin ist die Situation des Handels - nicht nur in Krefeld - derzeit überaus schwierig. „Die meisten von uns haben sich diesen Lockdown light anders vorgestellt“, räumt Christoph Borgmann ein. „Dass es zu solchen Einbrüchen kommen würde, hätte ich nicht gedacht.“ Jer nach Geschäftssparte rechnet er mit Einbußen von 20 bis 60 Prozent. Das Einkaufsverhalten der Kunden haben sich in dieser Corona-Pandemie drastisch verändert.