Großbrand im Zoo: Tiere mussten man erlösen

Großbrand im Zoo : Tiere mussten man erlösen

Pressemitteilung von Zoo und Polizei Krefeld zum Großbrand im Affenhaus des Zoo Krefeld: Drei schwerstverletzte Tiere mussten erlöst werden

Bei drei Menschenaffen mit schwersten Verletzungen konnten von den Tierärztinnen unmittelbar nach den Löscharbeiten in Begleitung der Feuerwehr noch schwache Lebensanzeichen ohne Überlebenschance festgestellt werden. Zwei Tiere wurden ohne Verzögerung durch ein hoch konzentriertes Narkotikum eingeschläfert, um sie von ihrem Leiden zu erlösen.

Bei einem männlichen Gorilla entfaltete das Narkotikum aufgrund der Schwere der Brandverletzungen mit großflächigen Hautschäden nicht seine volle Wirkung, so dass die schnellste Erlösung des Tieres durch Kugelschuss mit Unterstützung der Polizei Ultima Ratio war.

Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen waren die Vorgänge bei der ersten Pressekonferenz bekannt, aber zum emotionalen Schutz der beteiligten Personen (Tierärztin, Tierpfleger, Polizei) wurde gemeinschaftlich mit den beteiligten Behörden entschieden, diese Informationen nicht zu kommunizieren.

Statement Polizei: Unsere Kollegen waren zur Tötung des Tieres durch Kugelschuss nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet. Ansonsten hätten sich unsere Kollegen nach dem Tierschutzgesetz (§ 17) strafbar machen können.