Terror: Trauerbeflaggung am Rathaus

Terror erschüttert auch Krefeld : Trauerbeflaggung am Rathaus

Der Anschlag von Halle hat das ganze Land erschüttert. Oberbürgermeister Frank Meyer ordnete am Krefelder Rathaus Trauerbeflaggung an.

Die Krefelder Synagoge an der Wiedstraße ist durch eine starke Pforte geschützt. Wer eintreten möchte, muss sich erst an der Rezeption melden. Dennoch überwacht auch die Polizei das Gotteshaus, in dem überdies viele allgemein zugängliche Kulturveranstaltungen stattfinden. Die Präsenz der Polizei wurde nach dem antisemitischen Anschlag von Halle verstärkt.

Oberbürgermeister Frank Meyer hat zudem den jüdischen Gemeindevorstand zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Der Verwaltungschef möchte mit allen beteiligten Ämtern und der jüdischen Gemeinde selber über geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung sprechen, damit die Gemeinde in Krefeld optimal geschützt ist.

Gleich nach Bekanntwerden des furchtbaren Terrors in Halle schrieb Meyer einen Brief an den Vorsitzenden der Gemeinde, Michael Gilad, sowie den Rabbiner Yitzhak Mendel Wagner. Darin drückt Meyer sein Entsetzen über den Terror in Halle aus.

Weiter heißt es in dem Brief: „In einem Monat werden wir wieder gemeinsam der Reichspogromnacht gedenken. Es wird dann genau 81 Jahre her sein, dass – auch bei uns in Krefeld – Synagogen in Flammen standen und jüdische Bürgerinnen und Bürger verfolgt und angegriffen wurden. Es ist eine Schande für unser Land, dass Hass, Gewalt und Antisemitismus auf so furchtbare Weise zurückgekehrt sind“.

Der Oberbürgermeister weist auf die politische Kultur in Krefeld hin: „Hier in Krefeld haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam versucht, eine breite gesellschaftliche Allianz der Toleranz und des friedlichen Miteinanders zu formen. Der interreligiöse und interkulturelle Dialog steht in unserer Stadt auf einer soliden Basis. Diesen gemeinsamen Weg müssen und werden wir fortsetzen“.

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