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25 Millionen Investionsvolumen: Surfer-Paradies am Elfrather See geplant

25 Millionen Investionsvolumen : Surfer-Paradies am Elfrather See geplant

Am Elfrather See in Krefeld soll bis zum Sommer 2023 ein deutschlandweit einmaliger Surf- und Naturpark entstehen. Die Stadt Krefeld und der deutsche Projektentwickler Elakari haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Das Investitionsvolumen liegt bei 25 Millionen Euro. Die Macher haben Olympia 2032 im Blick.

„Wir wollen die Welle nach Krefeld bringen“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer bei der Präsentation der Pläne für den „Surf- und Naturpark powered by Wavegarden“ breit grinsend. Am Elfrather See - oberhalb des Badesees - soll bis zum Sommer 2023 eine Outdoor-Surfanlage mit weiteren Gastronomie-, Sport- und Freizeitangeboten entstehen. „Wer die Bilder aus bestehenden Surfparks sieht, der kann sich der Faszination des Sports kaum entziehen. Für Krefeld wäre ein solcher Park ein fantastisches Freizeitangebot, das auch weit über die Stadtgrenzen hinaus Anziehungskraft entwickeln wird“, freut sich der OB, der von einer „Euphorie in der Stadtverwaltung“ spricht. Nun gehe es darum, eine politische Mehrheit für das Projekt zu gewinnen. Anschließend muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass mit dem Bau Anfang 2022 begonnen werden kann. Es wird mit einer Bauzeit von anderthalb Jahren gerechnet.

Im April diesen Jahres gab es das erste Gespräch mit dem deutschen Projektentwickler Elakari, der seit 15 Jahren weltweit Projekte entwickelt und nun ein „einzigartiges Freizeiterlebnis schaffen will, das weit in die Region Rhein-Ruhr und bis in die Niederlande ausstrahlen soll“, wie Executive Vice President Andreas Niedergesäss formuliert. In Krefeld, so sagt er, finde man „perfekte Rahmenbedingungen“. Weiter verspricht er: „Neben dem Surfpark bieten wir im Umfeld Angebote für Wellness, Naherholung, Sport, Events und Gastronomie. Insgesamt rechnen wir mit etwa 200 000 Besuchern pro Jahr.“

Das rund neun Hektar große Areal, dessen Herzstück die zwei Hektar große, diamantförmige „Wavegarden Cove Lagune“ sein soll, soll langfristig verpachtet werden. Die Wellenhöhe variiert zwischen einem halben Meter und 1,95 Metern, dadurch werden sowohl Anfänger als auch Profis angesprochen. In den Becken können bis zu 1000 Wellen pro Stunde erzeugt werden.

Der „Surf- und Naturpark powered by Wavegarden„ wird seitens der Stadt auch als positiver Impulsgeber für das gesamte Areal betrachtet. Dazu erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer: „Der E-See ist eine schlafende Schönheit, die wir aufwecken möchten. Schon jetzt wird dort Rudern, Segeln, Angeln und Triathlon angeboten – in Zukunft eröffnen sich noch viele weitere Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Freizeit. Der Surf- und Naturpark kann die Initialzündung für den Elfrather See werden.„ Im kommenden Jahr möchte die Stadt in einem Workshop gemeinsam mit Bürgerschaft und Vereinen die Perspektiven und Potenziale für das gesamte Areal beleuchten.

Im Blick haben die Verantwortlichen übrigens auch die Olympiabewerbung Nordrhein-Westfalens für die Sommerspiele 2032. Niedergesäss: „Wir hätten in Krefeld dann die perfekte Homebase für die Surfwettbewerbe.“ Surfen wird bei den Spielen 2020 in Tokio erstmals zu einer olympischen Sportart.