1. Die Stadt

Stadt plant für „Coronastreifen“ eine Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD): Stadtdirektorin Zielke: „Grundsätzlich kann das jeder in der Verwaltung“

Stadt plant für „Coronastreifen“ eine Aufstockung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) : Stadtdirektorin Zielke: „Grundsätzlich kann das jeder in der Verwaltung“

Die Stadt Krefeld will das vom Land NRW verordnete Kontaktverbot mit einer erhöhten Präsenz des Kommunalen Ordungsdienstes kontrollieren. Bußgelder drohen nur den Unbelehrbaren. Man setze zunächst auf einen „kommunikativen Ansatz“.

Die Formel ist so simpel wie ungewöhnlich: „Mehr als zwei geht nicht“, erläuterte NRW-Innenminister Herbert Reul am Montagabend noch einmal nachdrücklich im WDR Fernsehen. Das vom Land verhängte Kontaktverbot sieht vor, dass Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen seit Montag untersagt sind. Ausnahmen gelten allerdings für „Verwandte in gerader Linie“ sowie Ehe- und Lebenspartner.

„Wir werden diese Corona-Schutzverordnung des Landes konsequent umsetzten“, kündigte Krefelds Ordungsdezernent Ulrich Cyprian an und ergänzt: „Wir setzen dabei zunächst auf den kommunikativen Ansatz, wir wollen Präsenz zeigen.“ Soll heißen: Der Bußgeldkatalog, der bei Zuwiderhandlungen Strafen von nicht weniger als 200 Euro (bis zu 25 000 Euro) vorsieht, komme erst zum Einsatz, wenn die Ermahnten sich uneinsichtig zeigen.

Die ersten „Corona-Streifen“ zogen bereits am Montag durch die Stadt - schwerpunktmäßig im Bereich der Innenstadt. Die Möglichkeiten des Kommunalen Ordungsdienstes (KOD) sind ohnehin eingeschränkt. Von den 31 ausgeschriebenen Stellen sind derzeit nur 23 besetzt. Um in Zeiten der „Coronakrise“ ausreichende Kontrollen durchführen zu können, plant die Krefelder Stadtverwaltung nun, den KOD durch Verwaltungsmitarbeiter, die im Idealfall bereits ordungsbehördliche Erfahrungen gesammelt haben, aufzustocken. „Grundsätzlich ist jeder in der Verwaltung dazu in der Lage“; sagt Stadtdirektorin Beate Zielke. Das Ziel sei es, die Zahl der KOD-Mitarbeiter zu verdoppeln.

Die neuesten Entwicklungen sowie die aktuelle Zahl der am Coronavirus erkrankten Krefelder finden Sie wie immer um kurz nach 12 Uhr auf www.mein-krefeld.de.