1. Die Stadt

Stadt Krefeld richtet neue Impfstation ein

Ab 1. Oktober im Stadthaus : Krefeld richtet Impfstation ein

Die Stadt Krefeld will mit Auslaufen des Impfzentrums auf dem Sprödentalplatz zum 30. September eine kleine Impfstation am Stadthaus einrichten.

Auf diese Weise soll gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), trotz wegfallender Landesfinanzierung für das Impfzentrum Sprödentalplatz, die Impfkampagne vor Ort fortgesetzt werden.

„Wir sehen auch bei der Stadt Krefeld weiterhin eine Verantwortung für die Impfkampagne, weil es hier noch immer ungeimpfte Menschen gibt, die keinen Hausarzt haben oder für die aus anderen Gründen ein Impfzentrum der bessere Ort ist“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer.

  • Corona-Übersicht am Donnerstag : Krefeld meldet 47 Neuinfektionen
  • Corona-Übersicht am Dienstag : Stadt stellt Inzidenz von Geimpften und Ungeimpften gegenüber
  • Corona-Übersicht : 113 neue Corona-Infektionen an einem Tag

Eigentlich sei vom Land nach dem 30. September der Einsatz von mobilen Impfteams angedacht, erklärt Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. „Wir haben in Krefeld zwar auch solche Impfaktionen per Impfbus oder vor einem Kaufhaus gemacht, aber die aktuell wieder stärker werdende Nachfrage nach dem Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz bestärkt uns, dass eine stationäre Lösung als fester Anlaufpunkt die bessere Wahl ist. Wir hoffen, dass das Land uns bei unserem Vorhaben finanziell unterstützt und unserer Argumentation folgen kann.“

Die Impfstation am Stadthaus wird ab 1. Oktober zu festgelegten Uhrzeiten montags, mittwochs jeweils von 14 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Je nach Zuspruch können diese Zeiten auch noch flexibel geändert werden.

Oberbürgermeister Frank Meyer appelliert an die Krefelderinnen und Krefelder, schnell eine Impfung zum Schutz vor der Corona-Gefahr vornehmen zu lassen.

„Wenn man sich die Zahlen der Infizierten unter den Nichtgeimpften anschaut, wird einem angst und bange“, sagt Frank Meyer.

Die Wirksamkeit der Impfungen werde auch durch den Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenz sichtbar: Sie liegt bei den Ungeimpften in Krefeld bei 305,3, bei den Geimpften bei 25.0.

Bei insgesamt 37 Infektionen verzeichnete die Verwaltung in der vergangenen Woche Impfdurchbrüche, alle Fälle weisen laut Fachbereich Gesundheit entweder nur eine sehr milde Symptomatik ohne Fieber auf oder sind vollkommen asymptomatisch. „Diese Zahlen zeigen, wie viel Schutz die Impfung bringt“, sagt Sabine Lauxen.

Sie verweist auf die bundesweite Aktionswoche „#Hierwirdgeimpft“, in der Krefeld gesondert auf sein Angebot im Impfzentrum –täglich durchgehend von 8 bis 20 Uhr – aufmerksam macht.

Inzwischen sind 65,2 Prozent aller Krefelder vollständig geimpft, 72,6 Prozent haben eine Erstimpfung bekommen.

In der vergangenen Woche sind pro Tag im Impfzentrum im Schnitt 450 Personen geimpft worden, am 11. September sogar rund 900 Personen.

Lauxen berichtet, dass es in der Woche von Samstag, 4. September, bis Freitag, 10. September, insgesamt 266 Corona-Neuinfektionen gab. Für 116 dieser Infektionen liegen Laborergebnisse vor. In allen Fällen wurde die Delta-Variante nachgewiesen. 606.756 Bürgertests hat es inzwischen gegeben.

Die Zahl der schweren Verläufe nimmt deutlich zu: In den Krankenhäusern liegen nach einer Corona-Infektion aktuell 25 Personen aus Krefeld, dies bedeutet eine Zunahme um neun Corona-Patienten im Krankenhaus gegenüber dem Vortag. Von diesen Patienten liegen acht auf der Intensivstation. Fünf Personen müssen auch beatmet werden.

55.831 Erstabstriche sind vorgenommen worden, 93 davon sind noch offen.

Neue Fälle gibt es auch aus Kitas und Schulen: An der Kita Cäcilienstraße ist ein COVID-19-Fall aufgetreten. Die Lindenschule meldet drei neue Infektionen, die Grundschule Krähenfeld/Standort Horkesgath zwei COVID-19-Fälle und das Berufskolleg Kaufmannsschule sowie das Hannah-Arendt-Gymnasium jeweils einen neuen Fall.

Die engen Kontaktpersonen wurden über die Regeln der häuslichen Quarantäne informiert. Die Stadt Krefeld wendet die neuen Quarantäne-Regeln an, die das Land in einem Erlass festgelegt hat.

Jürgen Maas, Fachbereichsleiter Schule, berichtete, dass der Fachbereich einen Elternbrief an alle Schulen und Kitas übermittelt hat und darin für eine Impfung wirbt. „Wir hoffen, dass auch dadurch eine Welle der Impfbereitschaft durch die Schulen geht, um das Infektionsgeschehen weiter zu bremsen“, sagt Jürgen Maas.

Bei den Unter-Zwölfjährigen gab es von Samstag, 4. September, bis Freitag, 10. September, 41 Infektionen, bei den Unter-14-Jährigen 59 Infektionen und bei den Unter-19-Jährigen 75 Infektionen (Stand: 12. September).

Jürgen Maas erläutert auch noch einmal die Quarantäneregeln, wonach im Grundsatz nur das infizierte Kind in Quarantäne gehen soll, allerdings eine Einzelfallprüfung weiter aufrecht erhalten bleibt. Die engen Kontakte werden weiter ermittelt – sieht das Gesundheitsamt Anlass für Quarantänen, werden diese weiter angeordnet. Nach fünf Tagen ist dann bei symptomlosen Personen ein Freitesten möglich.

Auch der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) liefert die Zahlen mit Rückblick auf die Woche:

Er hat in der Woche vom 7. September bis 13. September 83 Personen auf die Einhaltung der Quarantänepflicht überprüft. In sechs Fällen konnten die Personen nicht angetroffen werden. Gegen diese Personen wird nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Ein Videobeitrag zur aktuellen Corona-Lage in Krefeld steht auf dem Youtube-Kanal der Stadtverwaltung https://www.youtube.com/user/stadtkrefeld/videos und auf www.krefeld.de.