1. Die Stadt

Rettungshundestaffel: Spürnasen als Menschen-Retter

Rettungshundestaffel : Spürnasen als Menschen-Retter

Im Uerdinger Altenheim Haus im Park wird festgestellt, dass eine Bewohnerin fehlt: Ein Fall für die Rettungshundestaffel Niederrhein. Zum Glück war alles nur eine Übung. Und die verlief erfolgreich.

Das Szenario: Am Nachmittag fällt auf, dass eine Bewohnerin nicht mehr im Heim zu finden ist. Nach gründlicher Suche ruft das Heim die Rettungshundestaffel Niederrhein (ein Verein aus Kamp-Lintfort) zu Hilfe. Die Rettungskräfte trafen um 18.30 Uhr mit vier Vierbeinern ein.

Außer dem Vorsitzenden Senad "Senco" Alic weiß aus der Staffel niemand, was geplant ist. Wie im Ernstfall wird daher zunächst die Lage besprochen. Das Heim wird erneut nach der vermissten Person mit den Hunden durchsucht.

Im Zimmer der betroffenen Person werden von den Hundeführern für jede Spürnase einzeln Geruchsproben genommen.

Die Hunde bekommen ein spezielles Geschirr angelegt, damit sie auch merken: "Jetzt geht die Arbeit los". Dann nehmen die Tiere die Fährte auf. Es macht ihnen Spaß.

Maya, Tyson & Co. haben feinste Nasen und wollen gleich los. Heimleiterin Dörte Krüger wundert sich, wie schnell es geht. Zielstrebig schlägt der erste Hund die richtige Richtung ein. Doch zwischendurch führt das Tier die Retter auch kurzzeitig ein paar Dutzend Meter in die Irre.

Das ist allerdings kein Fehler, sondern liegt an den extrem feinen Riechorganen: Die Geruchspartikel, die jeder Mensch bei seinem Weg durch die Stadt hinterlässt, bleiben nämlich nicht felsenfest am Boden haften. Sie können vom Wind schnell hunderte Meter weit fortgeblasen werden. Die Spürnase kann also immer noch der Spur folgen, obwohl sie kurzzeitig scheinbar auf der falschen Fährte ist. Jeder der vier Hunde darf mal ein Stück suchen: Alle laufen schließlich in die richtige Richtung. Nach ein paar Minuten ist es Maya, ein Malamut (eine arktische Hunderasse), die energisch auf die Gaststätte Flora zuläuft - 800 Meter vom Heim entfernt. Dort wartet die Zielperson. Maya freut sich hörbar und wird ausgiebig gestreichelt. Alle Hunde bekommen für die erfolgreiche Arbeit Lob und Leckerlies. Staffelführer André Pickartz ist zufrieden. Im Ernstfall wäre jetzt ein Mensch gerettet.

Der Heimleiterin, die die Kamp-Lintforter eigneladen hatte, war es wichtig, dass die Suche unter realistischen Bedingungen geübt wurde. Vor ein paar Jahren hat schin einmal ein Senior im dementen Zustand sein Uerdinger Heim verlassen. Er wurde nicht rechtzeitig gefunden und verunglückte tödlich.

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Grundsätzlich kann übrigens jeder Hund als Rettungshund ausgebildet werden. Die Ausbildung erfolgt immer individuell auf die charakterlichen und rassespezifischen Eigenarten des Hundes. Der Hund sollte sowohl mit Menschen als auch mit Hunden sozial verträglich sein. Ausreichende Arbeitsfreude, hohe Motivation, ein gesunder Körperbau und eine gute Kondition sind Voraussetzungen für lange Suchen in unwegsamen Gebieten oder in Trümmern. Idealerweise beginnt die Ausbildung zum Rettungshund bereits im Welpenalter. Aber auch ältere Hunde können trainiert werden.

Fotos der Aktion finden Sie auf

www.extra-tipp-krefeld.de

(City Anzeigenblatt Krefeld II)