1. Die Stadt

Sparkasse und Polizei gemeinsam gegen Trickbetrug

Polizei und Sparkasse : Gemeinsam gegen Trickbetrug

Sparkasse und Polizei haben gemeinsam eine Broschüre herausgegeben, die vor Trickbetrug warnt. Sie liegt nun in allen Sparkassen-Filialen aus.

„Wenn Sie den Täter einmal in der Wohnung haben, dann haben Sie schon verloren“, warnt Polizeihauptkommissar Robert Lax vor Trickbetrügereien an der Haustür.

Leider sind die Trickbetrüger relativ „erfolgreich“. Von 47 Trickdiebstahlversuchen an der Wohnungstür, die im Jahre 2018 der Polizei Krefeld gemeldet wurden, endeten immerhin 42 mit Vollzug.

Opfer sind häufig ältere Menschen. Vielfach sind sie den ausgefeilten Methoden der Trickbetrüger nicht mehr gewachsen. „Sie fragen nach einem Glas Wasser oder geben sich als Mitarbeiter von Stadtwerken aus“, gibt Lax Beispiele, wie sich Diebe das Vertrauen der Wohnungsinhaber erschleichen.

Diese und viele weitere Betrugsmethoden haben die Polizei und die Sparkasse Krefeld nun in einer Broschüre gesammelt, die in den Filialen der Sparkasse zum Mitnehmen ausliegt. Unter dem Titel „Klüger gegen Betrüger“ listet die Polizei darin die typischen Vorgehensweisen der Betrüger auf. Und gibt gleich dazu den Hinweis auf die richtigen Verhaltensweisen, um sich zu schützen. Zur einfacheren Lektüre sind die Beschreibungen der Trickbetrügereien in Rot gehalten, die Tipps zur Vorbeugung in Blau.

„Wir finden die Kooperation mit der Polizei klasse“, unterstreicht das stellvertretende Vorstandsmitglied der Sparkasse Siegfried Thomaßen die gemeinsame Aktion. „Uns geht es schließlich um das Wohlergehen unserer Kunden“.

Denn auch die Aufmerksamkeit der Sparkassen-Mitarbeiter ist bei dem Vorbeugungsprojekt von großer Bedeutung. Sie hat schon manchen Einleger vor großen finanziellen Verlusten bewahrt:

„Mitarbeitern ist aufgefallen, wenn eine Summe abgehoben werden sollte, die atypisch für den Kunden ist“, freut sich Thomaßen über die Sensibilität seiner Kollegen in den Filialen. Das Abheben ungewöhnlich großer Summen in bar kommt meist im Zuge des „Enkeltricks“ vor.

Dabei ruft ein vermeintlicher Enkel einen älteren Menschen an und heuchelt ihm einen finanzielle Notlage vor. Hauptkommissar Lax: „Diese Betrüger sind sprachlich sehr geschult.“ Immer wieder fallen Senioren deshalb auf den Trick herein und plündern auf der Bank ihre Sparguthaben, die sie dann einem völlig fremden „Boten“ übergeben.

Nur wenn alle Beteiligten auf der Hut sind, können solche Verbrechen verhindert werden. Dazu leistet die neue Broschüre einen wesentlichen Beitrag. Sie wird ergänzt durch Aufhänger an der Wohnungstür, die die Senioren stets in großer Schrift erinnert: „Ich lasse keinen Fremden in meine Wohnung.“