1. Die Stadt

Corona in Krefeld: Stadt will „Feuerwerk-Hotspots“ festlegen / Coronapatienten müssen Kontakte selbst informieren: Silvester: 150 Meter-Bannmeile rund um den Zoo

Corona in Krefeld: Stadt will „Feuerwerk-Hotspots“ festlegen / Coronapatienten müssen Kontakte selbst informieren : Silvester: 150 Meter-Bannmeile rund um den Zoo

Ein generelles Feuerwerksverbot wird es in Krefeld in diesem Jahr nicht geben. „Man kann nur an die Leute appellieren, dass sie es sein lassen sollen“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer am Dienstag im Rathaus.

Für mehr würde die Rechtsgrundlage fehlen. Für die Stadtratssitzung am Mittwoch liegen zahlreiche Anträge der Fraktionen vor. Doch entscheiden könne nicht die Politik, sondern die Verwaltung der Stadt Krefeld. „Und wir werden nun definieren müssen, welches die belebten Plätze und Straßen in Krefeld sind“, sagt Meyer. Die Polizei habe der Stadt die Einsatzhistorie der Neujahrsnächte zur Verfügung gestellt. Die entsprechenden „Feuerwerk-Hotspots“ sollen in die Verbotszonen eingearbeitet werden. Der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei wollen ihre Einsatzpläne für die Silvester-/Neujahrsnacht entsprechend abstimmen.

Fest steht, dass rund um den Krefelder Zoo eine Bannmeile von 150 Metern festgelegt wird. In unmittelbarer Nähe von Alten- und Kinderheimen sowie Kirchen gibt es ohnehin bereits ein Verbot zum Abbrennen von Feuerwerk.

Der Verwaltungsvorstand will der Politik am Mittwoch vorschlagen, die Terassengebühr für die Krefelder Gastronomiebetriebe auch im ersten Halbjahr 2021 erneut auszusetzen.

Neuigkeiten gibt es auch zum rund 400 Quadtratmeter großen Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz, welches vier so genannte Impfstraße erhalten wird. Die Stadt muss den Betrieb der stationären Containerlösung sowie der „Mobilen Teams“ ab dem 15. Dezember sicherstellen.Dafür wurde das Deutsche Rote Kreuz beauftragt. Die Apotheker müssen sicherstellen, dass der Impfstoff auf dem Sprödentalplatz fachgerecht aufgearbeitet wird. Dies schaffe Probleme für die „Mobilen Teams“. Aus diesem Grund wird der Impfstoff vor Ort, also in den jeweiligen Pflegeeinrichtungen, aufgearbeitet. Unanhängig davon, ob der Impfstoff bereits zur Eröffnung vorhanden ist, will die Stadt den Betrieb im Zuge eines Probedurchlaufs testen.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Krefeld 34 382 Erstabstriche genommen. Dies berichtete Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen am Dienstag. 4071 Personen wurden positiv auf Covid-19 getestet. Aktuell infiziert sind 778 Personen, 3252 gelten als wieder genesen. Am Dienstag muss die Stadt einen weiteren Todesfall melden. Eine über 80-jährige Person mit Vorerkrankungen verstarb im Krankenhaus.

39 Krefelder werden derzeit im Krankenhaus versorgt - sechs mehr als am Montag. Elf Patienten müssen intensivmedizinisch versorgt werden, neun davon müssen beatmet werden.

Sabine Lauxen berichtete zudem von einer neuen Quarantäneverordnung. Demnach müssen künftig Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, selbst die Kontakte der vergangenen vier Tage informieren. Dadurch werden die Gesundheitsämter entlastet.

Neue Coronafälle gibt es weiterhin in Krefeld auch in den Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas). Bei den Kitas ist jeweils ein Fall in den Einrichtungen Lutherische Kirchstraße, Prinzenbergstraße, Neuhofsweg und Gerberstraße gemeldet worden. Bei den Grundschulen wurde ein positiver Fall in der Gemeinschaftsgrundschule Krähenfeld gemeldet. Bei den weiterführenden Schulen gibt es jeweils einen gemeldeten Fall in der Robert-Jungk-Gesamtschule, der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule, der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule und am Gymnasium Fabritianum. In der Gesamtschule Uerdingen gibt es drei Fälle jeweils in unterschiedlichen Klassen. Aus den Berufsschulen werden ebenfalls neue Coronainfektionen gemeldet: Betroffen ist hier das Berufskolleg Kaufmannsschule mit zwei Coronafällen in unterschiedlichen Klassen sowie das Berufskolleg Uerdingen mit einem Coronafall. Im Bereich der Förderschulen meldet die Luise-Leven-Schule des LVR zwei Fälle, einen im Lehrerkollegium und einen im Betreuungspersonal