1. Die Stadt

Reizvoller Mix aus Musik, Gesang und Tanz

Schuberts Winterreise im Stadttheater : Romantische Melancholie

Mit der romantischen „Winterreise“ bietet das Stadttheater seinen Besuchern einen reizvollen Mix aus Musik, Gesang und Tanz.

„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus“. Das ist die oft zitierte und markante Gedichtzeile aus dem Zyklus „Winterreise“. Geschrieben von Wilhelm Müller, vertont von Franz Schubert. 

Die Zeile bringt den Facettenreichtum der „Winterreise“ auf den Punkt. Es geht um persönliche Melancholie, um Einsamkeit und Todessehnsucht. Typische Motive aus der Romantik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es geht aber auch um Enttäuschung über die politische Erstarrung in Deutschland. Ebenfalls ein typisches Lebensgefühl der Zeit nach den Befreiungskriegen 1815. 

Der Komponist Franz Schubert hat die Verse von Wilhelm Müller weltberühmt gemacht. Beide Künstler waren Romantiker und damit geistig verwandt.

Das Stadttheater führt den Zyklus nun auf. Rafael Bruck singt die Winterreise, begleitet von Andre Parfenov am Klavier. Allein der Vortrag der schönen Lieder verspricht einen Kunstgenuss.

Aber das Theater leistet noch mehr. Ballettdirektor Robert North gibt der Musik einen tänzerischen Ausdruck. Die Ballettcompagnie taucht die Musik in anschauliche, bewegte Bilder. Einen „Liederabend mit Ballett“ bezeichnet das Theater diese bezaubernde Kombination.

Kostümbildner Udo Hesse hat dazu die Tänzer in historische Kostüme aus der romantischen Epoche gekleidet. Die Raumgestaltung ist inspiriert durch die Bilder des Vorzeigeromantikers Caspar David Friedrich.    

Tanz und Musik verzahnen sich auch personell. Die getanzten Szenen fokussieren sich auf den Sänger, der in Person der Tänzer quasi seinen Doppelgänger findet.  

So wird den Zuschauern und Zuhörern ein gleichgewichtiger Abend von Akustik und Optik geboten. Die Länge beträgt rund 75 Minuten. Corona-gerecht ohne Pause.

Karten und Termine

Vorstellungen: 4. Dezember (18 Uhr), 10., 15., 21. Dezember. 15. Januar, 30. Januar (18 Uhr). Beginn jeweils 19.30 Uhr.

Karten an der Theaterkasse, Tel.: 02151-805 125.