Miroslaw Kravchenko (12) aus Krefeld startet in der ADAC Kart Masters-Serie: „Regengott“ will den Titel

Miroslaw Kravchenko (12) aus Krefeld startet in der ADAC Kart Masters-Serie : „Regengott“ will den Titel

Der zwölfjährige Krefelder Miroslaw Kravchenko startet für das Team DS Kartsport in der ADAC Kart Masters-Serie. Der Bambini-Fahrer belegt in der Gesamtwertung aktuell den zweiten Platz. Sein Berufswunsch: Profi-Fahrer.

Dieser Kleine will einmal ein ganz Großer werden. Der zwölfjährige Miroslaw Kravchenko aus Krefeld hat diesen einen großen Traum: Er will Berufsrennfahrer werden. Anders als bei vielen anderen Kids, die Vettel, Rosberg und Co. anhimmeln, arbeitet Miro bereits aktiv an der Umsetzung seines Traums: In der ADAC Bambini Masters Serie belegt der Nachwuchsfahrer, der für das Team DS Kartsport aufs Gaspedal tritt, aktuell den zweiten Platz der Gesamtwertung. „Ich möchte in diesem Jahr die Meisterschaft einfahren“, sagt der Sechstklässler, der die Kurt-Tucholsky-Schule besucht, siegessicher. Am Wochenende machte er einen großen Schritt dahin. Nachdem er beim Lauf in Ampfing seinen Premieren-Erfolg feierte, triumphierte der Zwölfjährige nun auch auf dem Erftlandring in Kerpen.

Der „Nachwuchs-Vettel“, dessen Vorbild der ehemalige Formel 1-Pilot Robert Kubica ist, startete nach den Vorläufen von der Position fünf ins Hauptrennen. Und hier zeigte Miroslaw Kravchenko, welches Talent in ihm steckt. Direkt nach dem Start machte der 1,45 Meter kleine Miro Druck auf die Spitze und schnappte sich einen Gegner nach dem anderen. Bereits am Ende der vierten Runde übernahm das Fliegengewicht - er bringt gerade einmal 34 Kilo auf die Waage - die Spitze und verteidigte diese bis zur Zielflagge souverän. Auch am Ende eines turbulenten, zweiten Rennens setzte sich der Kartfahrer durch zwei atemberaubende Überholmanöver durch und erreichte mit knapp einer Sekunde Vorsprung das Ziel. Der Doppelsieg beim diesjährigen ADAC Masters stand fest, und Miroslaw Kravchenko kletterte in der Gesamtwertung vom bisherigen fünften auf den zweiten Platz. Lediglich fünf Punkte trennen ihn vom Führenden. „Das war ein ganz tolles Wochenende“, freut sich der ambitionierte Nachwuchsfahrer, der seit seinem vierten Lebensjahr im Kart sitzt.

Wegen seiner begnadeten Fahrkünste auf nassem Asphalt wird er im Fahrerlager übrigens nur als „Regengott“ bezeichnet.

Da bleibt doch nur die Hoffnung, dass es auch am 7. September ordentlich schüttet. Schließlich steht dann das nächste Rennen in Oschersleben auf dem Programm des Miroslaw Kravchenko

(City Anzeigenblatt Krefeld II)
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