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Stadt bestätigt zwei weitere Todesfälle / 53 Krefelder im Krankenhaus: Polizei und KOD lösen Corona-Demo auf

Stadt bestätigt zwei weitere Todesfälle / 53 Krefelder im Krankenhaus : Polizei und KOD lösen Corona-Demo auf

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie muss die Stadt Krefeld gleich zwei neue Todesfälle vermelden: Beide Verstorbenen sind zwischen 75 und 80 Jahre alt. Über schwere Vorerkrankungen ist nichts bekannt.

In Krefeld sind seit Beginn der Epidemie 46 Menschen mit Corona-Symptomen verstorben. In den Krankenhäusern bleibt die Situation ebenfalls angespannt. 53 Krefelder müssen aktuell mit Corona-Symptomen stationär behandelt werden, 18 von ihnen intensivmedizinisch. Zwölf Patienten müssen künstlich beatmet werden.

Als aktuell infiziert gelten derzeit 701 Krefelder (Dienstag: 728), 3.723 Personen sind von der Krankheit genesen. Bis Mittwoch, 16. Dezember, (Stand: 0 Uhr) hatten sich insgesamt 4.470 Menschen mit Corona angesteckt – somit gab es binnen 24 Stunden 54 Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut beziffert die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen nun mit 135 (Dienstag: 129). Im Diagnosezentrum wurde 35.530 Erstabstriche genommen, 3.660 sind noch offen. 18.560-mal war eine Quarantäne fällig oder wurde angeraten.

An weiteren Schulen und Kindertageseinrichtungen (Kitas) sind Corona-Fälle aufgetreten. So ist in den Kitas Hubertusstraße und Liebfrauen jeweils ein Mitglied des Erziehungsteams erkrankt. In der Grundschule am Stadtpark Fischeln ist ein Schüler betroffen, in der Ganztagsbetreuung der Grotenburgschule eine Mitarbeiterin. Kontaktpersonen wurden jeweils in Quarantäne geschickt. Darüber hinaus sind einzelne Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums, des Maria-Sibylle-Merian-Gymnasiums, der Waldorfschule und der Berufskollegs Vera Beckers und Kaufmannsschule mit Corona infiziert. Ein Mitarbeiter der jeweiligen Teams in der Luise-Leven-Schule und der Gerd-Jansen-Schule ist ebenfalls erkrankt.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) musste am Dienstag auf dem Neumarkt eine unangemeldete Versammlung auflösen. Vier Personen hatten am Nachmittag mit einem Megaphon gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Der KOD zog die Polizei hinzu, löste die Versammlung auf und verhängte Bußgelder von jeweils 250 Euro wegen der Verstöße gegen die Kontaktbeschränkung. Ein Teilnehmer verweigerte die Angabe seiner Personalien und versuchte, sich der Maßnahme zu entziehen. Er griff eine Dienstkraft des KOD auch körperlich an. Diese Person erwartet nun ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. In den Fußgängerzonen verhängten die Ordnungskräfte außerdem 47 Bußgelder in Höhe von 50 Euro, weil Passanten keine Mund-Nase-Bedeckung trugen. In einem Friseursalon in der Innenstadt wurden ein Mitarbeiter und ein Kunde ohne die vorgeschriebene Maske angetroffen. Auch eine Kundenkontaktliste wurde nicht geführt. Den Betreiber erwartet ein Bußgeld in Höhe von 2.000 Euro