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Wie geht es weiter mit dem Kult-Gastronomiebetrieb?: Politik diskutiert über Stadtwaldhaus

Wie geht es weiter mit dem Kult-Gastronomiebetrieb? : Politik diskutiert über Stadtwaldhaus

Die Diskussion um die Zukunft des sanierungsbedürftigen Stadtwaldhaus geht weiter. Einige CDU-Ratsherren fordern eine Sanierung in Teil-etappen, ernten dafür Kritik der SPD. Nun melden sich auch die Gastronomie-Mitarbeiter zu Wort.

Was passiert ab November 2020 mit dem Krefelder Stadtwaldhaus samt dem „schönsten Biergarten Deutschlands“? Die dringend notwendige Sanierung des Traditionsbetriebs ist beschlossene Sache. Offen ist allerdings noch, ob die Gastronomie für die Zeit von circa anderthalb Jahren geschlossen werden muss. Die Stadtverwaltung prüfe derzeit, ob eine Sanierung in Teiletappen möglich sei und wie hoch die Mehrkosten wären (wir berichteten).

Nun meldeten sich die drei Bockumer CDU-Ratsherren Michael Zecha, Manfred Läckes und Dr. Gero Hattstein zu Wort. Sie machen sich dafür stark, „dass das Stadtwaldhaus während der Sanierung geöffnet bleibt“. „Es gibt genügend Kreativität und Ideen des Pächters, den Betrieb während der Sanierung aufrechtzuerhalten“, heißt es in der Stellungnahme der CDU-Ratsherren.

Das „Zünden von Nebelkerzen“ wirft ihnen SPD-Ratsherr Oliver Leist vor. „Die Vorlage der Verwaltung zur Verlängerung des Pachtvertrages bis zum 31.10.2020 und einer anschließenden Sanierung wurde unter persönlicher Anwesenheit und mit Zustimmung der Ratsherren Hattstein, Zecha und Läckes einstimmig beschlossen“, sagt er und moniert den Sanierungsstau: „Die früheren CDU-Ratsmehrheiten haben sich hier nicht mit Ruhm bekleckert.“

Unterdessen meldeten sich nun auch die Mitarbeiter des Stadtwaldhaus zu Wort. Petra Nägel, langjährige Kellnerin, wird in einer schriftlichen Stellungnahme wie folgt zitiert: „Wir möchten und werden die Schließung nicht einfach so hinnehmen. Wir sind davon ausgegangen, dass in Etappen saniert wird, es sicherlich Einschränkungen geben wird, aber mit einer Schließung in dieser Form haben wir nicht gerechnet.“

Zudem befürchten die Angestellten, dass es nicht bei der Bauzeit von anderthalb Jahren bleibt. „Der Krefelder Bürger weiß mittlerweile, wie das mit den Sanierungen so läuft. Viele Beispiele sind zu nennen, wo die geplante Renovierungszeit nicht mit der endgültigen übereinstimmte.“