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ECE ist nicht mehr Gesellschafter: Pinguine wenden Insolvenz ab

ECE ist nicht mehr Gesellschafter : Pinguine wenden Insolvenz ab

Die Zukunft der Krefeld Pinguine ist wohl gesichert. Bei einem Notartermin am Montagabend übertrug die Energy Consulting Europa GmbH ihre Anteile auf den Krefelder Unternehmer Dirk Wellen. Die drohende Insolvenz ist vom Tisch.

Krefelds Eishockeyfans können (vorsichtig) jubeln. Die drohende Insolvenz der KEV Pinguine Eishockey GmbH konnte auf den letzten Metern abgewendet werden. Das Machtspiel zwischen den Gesellschaftern ist beendet. Wie mein-krefeld.de erfuhr, einigten sich die zerstrittenen Parteien bei einem Notartermin am Montagabend. Demnach übernahm der Krefelder Unternehmer Dirk Wellen die Anteile (46 Prozent) der Energy Consulting Europe (ECE) GmbH. Wellen, der nun siebzig Anteile an der KEV Pinguine Eishockey GmbH besitzt, sagt auf Nachfrage des StadtSpiegels: „Das ist ein erster wichtiger Schritt, der die Zukunft sichert.“

Geschäftsführer Matthias Roos wird nun die Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, um das aktuelle Finanzloch in Höhe von rund 400 000 Euro begleichen zu können. Anschließend wollen die Gesellschafter eine Stammkapitalerhöhung um 750 000 Euro beschließen, um die Zukunft des DEL-Standorts zu sichern. Eine Gruppe von Investoren steht bereit.

Hier die Erklärung der Krefeld Pinguine im Wortlaut:

„Krefeld Pinguine: Gesellschafterstreit beendet

Gegen 22:00 Uhr konnten die Gesellschafter der Krefeld Pinguine gestern die Räumlichkeiten des Notariats verlassen: Die Energy Consulting Europe GmbH hatte ihre 69 Anteile wenige Minuten zuvor an Mitgesellschafter Dirk Wellen übertragen und ist damit keine Gesellschafterin der KEV Pinguine Eishockey GmbH mehr. Damit konnte letztlich eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Über Details haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

„Die letzten Wochen und Monate sind für die Krefeld Pinguine alles andere als einfach gewesen. Nun werden wir kurzfristig für Liquidität sorgen, können die angestrebte Stammkapitalerhöhung noch diesen Monat umsetzen und eine Gesellschafterstruktur schaffen, die zukünftig für die Pinguine verantwortlich sein wird. Bedanken möchte ich mich bei allen, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben und hinter uns gestanden sind. Insbesondere auch bei Oberbürgermeister Frank Meyer und Dirk Plassmann, die in Schlichtungsgesprächen eine wichtige Rolle gespielt haben, und den Gesellschaftern Dirk Wellen, Wolfgang Schulz, Wilfrid Fabel und Herrmann Borgmann sowie den ehemaligen Gesellschaftern Dieter Berten und Hugo Hendricks. Durch deren Zugeständnisse konnte die Grundlage gelegt werden, unseren DEL-Standort zu erhalten. Da wir in der Saisonplanung drei Monate verloren haben, liegt jedoch noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, “ so die Worte von Matthias Roos, Geschäftsführer und Sportdirektor der KEV Pinguine Eishockey GmbH.“