Pinguine-Boss kontert Fan-Kritik

Pinguine-Boss kontert Fan-Kritik

Wolfgang Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender der Krefeld Pinguine, stellt sich im exklusiven Gespräch mit dem Stadt Spiegel ganz eindeutig hinter Trainer Franz Fritzmeier. Der Unternehmer bezieht zudem Stellung zur massiven Kritik der Fans und wagt einen Blick in die Zukunft.


Seit 21 Jahren ist Wolfgang Schulz der Macher der Krefeld Pinguine. Ohne den erfolgreichen Stahlunternehmer wären die Lichter an der Westparkstraße wohl schon längst ausgegangen. In seiner Zeit als Aufsichtsratsvorsitzender hat der 69-Jährige viele Höhen, aber auch viele Tiefen miterlebt.

Die aktuelle Schieflage "seiner" Pinguine, die lediglich auf dem zwölften Tabellenplatz rangieren, treibt ihn um. "Natürlich müssen wir so schnell wie möglich einen Weg zurück in die Erfolgsspur finden", sagt Schulz im Gespräch mit dem Stadt Spiegel, kontert allerdings auch zugleich die Kritik der Fans: "Der Trainer steht nicht zur Diskussion. Die Mannschaft und die ganze Organisation der Pinguine stehen voll hinter ihm."

Den Vorwurf einiger Anhänger, der Trainer würde das Team nicht mehr erreichen, es nicht motivieren können, kann Schulz absolut nicht nachvollziehen. "Ich habe in den letzten Tagen immer wieder das Gespräch mit den Spielern gesucht. Sie alle sagen, dass es ausschließlich an ihnen liegt, dass sie auch einmal mehr Tore erzielen müssen. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Play-offs erreichen werden. Platz zehn war unser Ziel, dies ist nach wie vor so."

Der Aufsichtsratsvorsitzende ärgert sich massiv über das Verhalten einiger Fans, die ihrem Unmut im Fan-Forum sowie bei Facebook nachdrücklich Luft machen. "Ich bin selbst in keinem dieser Sozialen Netzwerke aktiv, bekomme das aber natürlich mit. Kritik ist okay, aber Häme ist tödlich. Wir arbeiten hier mit dem drittkleinsten Spieleretat der Liga. Es tut schon weh, so etwas erleben zu müssen. Ich hoffe sehr, dass solche Gesänge, wie sie gegen Straubing zu hören waren, einmalig waren. Man möchte in solchen Momenten am liebsten die Brocken hinwerfen. Aber dafür ist die Liebe zum Krefelder Eishockey zu groß."

Schulz, der bereits vor geraumer Zeit ankündigte, sich nach der Spielzeit 2017/2018 "aus Altersgründen" zurückziehen zu wollen, hofft, dass die Pinguine bald die Kurve kriegen, die Zuschauer wieder in den König Palast strömen und das Minus nicht zu groß wird. "Am besten stoßen wir am Freitag mit einem Sieg gegen Düsseldorf den Bock um."

Potenzielle Nachfolger, die nach dem Rückzug des Stahlunternehmers das Ruder an der Westparkstraße übernehmen, gibt es übrigens bis dato nicht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Pinguine gewinnen 4:2 bei der DEG