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Öffnungen in Krefeld

Lockerungen in Krefeld : Die Kitas öffnen am Donnerstag, die Schulen nach Pfingsten

In Krefeld sind die Kitas ab kommenden Donnerstag wieder im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet, die Schulen gehen nach Pfingsten wieder in den Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling. Wann Ladenöffnungen wieder möglich sind, entscheidet das Land NRW.

Mit dem Absinken der Corona-Inzidenz in Krefeld mehren sich die Fragen zu anstehenden Lockerungen. „Die Leute rufen uns an und möchten wissen: Wann gehen meine Kinder wieder zur Schule? Wann darf ich meinen Laden wieder öffnen?“, erzählt Oberbürgermeister Frank Meyer. Doch die Entscheidung darüber liege nicht bei der Stadt: „Erst durch einen entsprechenden Erlass des Landes wird verbindlich festgestellt, dass die Bedingungen für Öffnungen erfüllt sind.“ In der Regel treten Veränderungen jedoch frühestens nach fünf Werktagen stabiler Inzidenz in Kraft.

„Die abschließende Bewertung der Lage obliegt den Gesundheitsbehörden des Landes. Deshalb wollen wir heute nicht mit einer eigenen Rechtsauffassung Verwirrung stiften“, sagt Frank Meyer.  Aktuell versuche die Verwaltung, auch aufgrund zahlreicher Anfragen aus dem Handel eine Einschätzung des Landes zu erhalten, wann „Click & Meet“ in Krefeld wieder möglich sein wird. Vorgesehen sei dies bei einer stabilen Inzidenz unter 150, doch ein entsprechender Erlass des Landes stehe noch aus.

Für Kitas und Schulen hingegen traf die neue Verordnung am heutigen Nachmittag ein. Demnach geht die reine Notbetreuung in den Krefelder Kitas zu Ende. Ab Donnerstag, 20. Mai, arbeiten die Einrichtungen wieder im eingeschränkten Regelbetrieb: „Das bedeutet, alle Kinder können betreut werden, aber für jeweils zehn Wochenstunden weniger.“

Die Schulen gehen nach den Pfingstferien, also am Mittwoch, 26. Mai, wieder in den Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling.  

Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen gab einen Überblick über das Infektionsgeschehen. Sie geht davon aus, dass inzwischen rund 99 Prozent aller Ansteckungen auf die britische Virusvariante zurückgehen. Der Trend sei so eindeutig, dass die meisten Labore sogar auf genaue Nachweise verzichten.

Inzwischen liegen auch Zahlen zur Wirksamkeit von Impfungen vor. „Wir haben in Krefeld bislang keinen einzigen Fall eines positiven PCR-Tests, wenn die zweite Impfung mehr als zwei Wochen her war“, sagt Sabine Lauxen. Selbst die erste Impfung schütze schon relativ gut vor einer Infektion und Weitergabe des Virus‘. Es habe nur einen einzigen Fall einer Person um die 80 Jahre gegeben, die sechs Tage nach der ersten Impfung erkrankt und später verstorben sei. „In diesem Fall konnten sich noch keine Antikörper bilden“, erklärt Sabine Lauxen.

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Die Krankenhäuser in Krefeld sind derzeit stark ausgelastet. Dies hängt teilweise mit Corona, aber vor allem mit anderen schweren Erkrankungen zusammen. Wie Sabine Lauxen weiter erklärte, seien auch die Menschen in Flüchtlings- und Obdachlosenheimen inzwischen geimpft.